Stephan, Steff, Le Chef oder auch Steffle…

Stephan, Steff, Le Chef oder auch Steffle…

so wird er genannt, den Namen bekam er bereits in Spanien, so haben wir ihn bei der Hundepension Grisette in der Schweiz kennengelernt, die ihn in der Zeit bis zur Vermittlung liebevoll umsorgt hat. Deshalb hat er seinen Namen behalten und wir wollen Euch hier an seinem Leben teilhaben lassen. Bestimmt gibt es genug Leute, die sich für einen Galgo espanol bzw. für das Leben mit einem Galgo interessieren und hier dann Antworten auf Ihre Fragen finden.

Ein ganz grosses DANKESCHÖN an die lieben Menschen von Galgo freedom in Spanien, die sich die erste Zeit um Stephan gekümmert haben und natürlich an Sandra und ihren Mann Christian von der Hundepension Grisette für die Vermittlung und die tolle Zeit, die Stephan bei Euch verbringen durfte, ihr seid super, macht weiter so!

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BEARDED DOG’S …ein Mann, eine Marke

Heute möchte ich euch mal „Bearded Dog’s“ vorstellen, ein Facebook-Shop, der momentan im Aufbau ist und hinter dem mein Freund Mike steht. Er stellt in toller Handarbeit, hochwertige Lederhalsbänder und Leinen in verschiedenen Größen, Längen und Farben her aber auch Leinen aus Kletterseil, Zeckenhalsbänder und diverse Accessoires.

Das Beste neben der super Qualität ist, dass ein Teil des Gewinns an den Verein vergessene-Fellnasen.e.V. geht und Mike diesen Verein damit unterstützt. Sobald der Shop bei Facebook seinen Betrieb aufnimmt, gebe ich im Blog Bescheid. Wer keinen Facebook-Zugang hat und trotzdem bestellen möchte, kann das gern per Mail (racingdogs007@gmail.com) mit Mike klären oder sich mit mir in Verbindung setzen.

Hier eine kleine Auswahl seiner Produkte, bei denen Mikes Vierbeiner Choco,Charlie,Luiz und unser Stephan Model standen.

Alle Leinen können nach Kundenwunsch gefertigt werden, d.h. egal, welche Farbe, Länge, Material, Farbe und Gewichts des Karabiners.

Ich selbst benutze seit geraumer Zeit eine kurze Leine aus Fettleder und eine aus Rundleder und bin sehr zufrieden damit. Sie sind robust und sehr leicht und liegen toll in der Hand.

Schöne Augenblicke

Es ist immer wieder erstaunlich, wie ein Blickkontakt zwischen Hund und Mensch zustande kommt. Mal ist er lang und intensiv, mal nur ganz kurz und aus dem Augenwinkel heraus. Bei unseren langen Spaziergängen blickt Stephan immer wieder zu mir. Die verschiedenen Bedeutungen des Blickes musste ich auch erst lernen, was anfangs ganz schön schwierig war für mich Hunde-Anfänger. „Komm jetzt endlich, die Zeit läuft….“ diesen Blick ernte ich oft, wenn es ihm nicht schnell genug geht.

Den Kontrollblick aus dem Augenwinkel beim Nebenherlaufen habe ich lange Zeit gar nicht bemerkt, aber es gibt ihn und er kommt recht häufig vor. Er ist wirklich nur ein Bruchteil einer Sekunde zu bemerken und zeigt deutlich, dass Stephan immer wieder auf mich achtet.

Früher, als wir noch Katzen hatten, gab es die Kommunikation über die Augen. Ein längerer Blickkontakt mit anschließendem Schließen und Öffnen der Augen, also mehr oder weniger ein Zwinkern, hieß: „Alles in Ordnung, mir geht es gut“. Diese Art der Kommunikation funktionierte immer und ich war lange der Meinung, dass dies nur mit Katzen funktioniert. Doch weit gefehlt, auch Stephan zeigt mir so, dass er sich gerade wohl fühlt. Mir macht das manchmal so einen Spaß, dass ich es gern mehrmals wiederhole. Andere Signale des Wohlfühlens bei ihm sind: ein leichtes Schmatzen und ein genüssliches Brummen, dass an einen Bären erinnert, der gerade Honig gefunden hat 😄.

Die „Waffe“ eines Galgos sind zu seiner Geschwindigkeit die Augen, die sich bewegende Objekte bis in 800m Entfernung und in einem Blickwinkel bis 180 Grad registrieren. Wenn Stephan an Feldern stehen bleibt, scannt er die Umgebung, dann beginnen die „Augenblicke“ des Jagens. Es ist unglaublich, wie hochkonzentriert er das macht und wehe es bewegt sich irgendetwas, dann steigt die Körperspannung stetig an. Beim Laufen ohne Leine in Gebieten mit geringer Wilddichte heißt das immer wieder ihn abzulenken, damit er sich auf mich konzentriert. Ach…bevor ich es vergesse: der wichtigste Hundeblick ist natürlich der des Bettelns 😉. Solch ein Augenblick vergisst man nicht und lässt jedes Herz schmelzen.
Bloß nicht hinschauen, sonst ist es um einen geschehen….Man könnte manchmal meinen, der Hund will einen hypnotisieren, um an sein Leckerlie oder schlechtenfalls an meine Speise zu kommen. Bei Stephan haben wir das sehr gut im Griff, er ist ja auch schon lange bei uns und weiß, was er darf und was nicht. Jetzt haben wir aber Besuch von Galga Whitney und sie kennt die Regeln noch nicht und ist dazu noch eine Meisterdiebin, mehr dazu schreibe ich beim nächsten Mal. 

Galgo Marsch Leipzig 2018

Am 15. September fand zum zweiten Mal der Protestmarsch gegen die in Spanien stattfindende Jagd mit Galgos,Podencos und anderen Jagdhunden in Leipzig statt. Wir waren zwar nicht mit dabei, deswegen habe ich erst überlegt es überhaupt auf Stephans Blog zu veröffentlichen aber ich finde, Stephan kommt aus Spanien und vermutlich gibt es immer noch Leute, die nicht wissen, dass es in Deutschland Protestmärsche gibt.

Vertreten wurden wir trotzdem durch Windhund-Kollege Mike mit seinen drei Windis Charlie, Luiz und Choco, die die lange Fahrt auf sich genommen hatten, um mit zu protestieren und die Leute auf diese in Spanien vorkommende Problematik aufmerksam zu machen.

Insgesamt beteiligten sich rund 500 Menschen mit fast 300 Windhunden an diesem Protest. Wenn im nächsten Jahr auch wieder in Frankfurt am Main ein Marsch stattfindet, sind wir auch mit dabei, immerhin ist es bis dorthin nicht ganz so weit 😉.

Ich habe mir diese Event live über einen Internet-Stream angeschaut und war begeistert, wie ruhig alles ablief und wie gut alles organisiert war, zum Beispiel die Absicherung durch Polizisten auf Motorrädern, die sich mit Begeisterung fotografieren ließen mit jeweils drei Windhunden an jeder Hand 🤗

Winney, Winney, Winney …eine Dame für’s Herz ❤

Galga Whitney, auch Winney genannt, die noch in der Hundepension Grisette auf ihr endgültiges Zuhause wartet, war bei uns zu Besuch als Wochenendpflege-Gast, damit sie mal wieder etwas erlebt, denn wir hatten wieder eine Wanderung geplant mit Mike und seinen Galgos. Ich lasse jetzt einfach mal die Fotos sprechen ohne viel dazu zu schreiben. Winney-Maus kommt übrigens im Oktober für eine längere Zeit zu uns, mehr dazu demnächst. 

Zuchtkanichen oder Feldhase?😋

Langsam wird es peinlich, da hat Stephan schon seinen eigenen Blog und sein Herrchen schafft es nicht einmal ihn zu füllen obwohl es immer etwas Neues gibt.
Aufregende, lustige und sportliche Wochen liegen hinter uns. Das Spazierengehen an immer den selben Orten fanden wir zu langweilig, der Vierbeiner soll doch etwas erleben, erschnüffeln, erforschen und erkunden. Da haben wir uns etwas spezielles einfallen lassen. Mike, mein Freund und Windhund-Kollege fand, dass es Zeit wird auf Wanderschaft zu gehen, da jetzt auch das Wetter Galgo-tauglich ist und bevor es wieder schmuddelig und nass-kalt wird, sollte man die Zeit nutzen. Also haben wir uns mit vier Windhunden auf Tour gemacht und wollten es eigentlich langsam angehen lassen, eigentlich ….

Meine vorgeschlagene Tour wurde anfangs noch belächelt und ich als „Weichei“ 😏 abgestempelt aber schlussendlich waren alle platt nach rund zwanzig Kilometern. Doch hier muss ich erstmal alle Galgos loben, namentlich: Charlie, Luiz, Choco (Galgo-Podenco-Mix) und Stephan. Sie haben alle durchgehalten, nicht das Eselchen gespielt und sich im Restaurant vorbildlich verhalten, gut erzogen eben 😉. Der Restaurantbesuch war nötig, denn die vielen Kilometer forderten ihren Tribut und unsere Mägen knurrten. Einen Platz zu finden, an dem auch vier ausgewachsene Windhunde mit dabei sein können, ist gar nicht so einfach. In den warmen Jahreszeiten bieten sich ja die Gartenwirtschaften an aber was macht man im Winter? 🤔 Vermutlich nicht Wandern gehen mit Windhunden 😄.

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fröhliches Beiandersein im Gartenrestaurant 

Die Vier waren auf jeden Fall ein Blickfang und wir wurden sehr oft angesprochen und ausgefragt. Auch die kleinen Zweibeiner waren sehr angetan und wollten unbedingt streicheln. Diese Wandertage wollen wir, so lange das Wetter mitspielt, öfters machen. Hinterher, als krönenden Abschluss, dürfen die Hunde noch auf „unserer“ Hundewiese flitzen. Es müssen ja nicht immer zwanzig Kilometer sein aber solche Erlebnisse bringen ein wenig Abwechslung in den Hundealltag. Ab und an wechseln wir immer die Hunde untereinander, so dass jeder Zweibeiner mit jedem Vierbeiner das Vergnügen hat und die Rudel gemischt werden.

Stephan darf jetzt an zwei wildfreien Orten ohne Leine laufen, wir vertrauen ihm mittlerweile und haben dadurch auch ein ganz anderes Verhältnis zu ihm aufgebaut. Er lässt uns nicht aus den Augen, reagiert auf den Rückruf, auch einige Situationen haben uns bestärkt in dieser Entscheidung. Wir haben das Gefühl, er ist dadurch ein ganz anderer Hund geworden. Manchmal mache ich mir den Spass und verstecke mich, wenn er gerade weit hinter mir läuft und gerade nicht aufpasst. Leicht panisch hält er dann Ausschau und wenn er mich entdeckt, rennt er freudig auf mich zu 🤗. Zu seinen Blicken, die er uns zuwirft, gibt es nochmal einen extra Bericht im Blog, denn die sind etwas ganz besonderes.

Die Highlights (in Stephans Augen) in den letzten Tagen waren die Hasen. Bei einem Spaziergang an der langen Schleppleine huschte mit einem Mal ein Zuchtkaninchen unter einem Gartenzaun hervor und blieb ca. fünf Meter vor Stephan mitten auf dem Weg stehen. Irgenwie konnten beide die Situation nicht glauben, der Hoppelhase schaute genauso entgeistert wie Stephan und der war an der „ausgefahrenen“ 15m Schleppleine. Vor lauter Schreck blieben wir erstmal stehen und beobachteten einen Moment die Situation und waren überrascht über Stephans Reaktion. Er sprang nicht in die Leine, schaute kurz zu uns, fiepte ein bisschen und schon war das Kaninchen wieder unter dem Gartenzaun verschwunden. Puhh…durchatmen, die Leine einholen und Stephan beruhigen, denn der schnüffelte nun am Zaun und wollte nun natürlich genauer wissen, woher das Kaninchen kam, vielleicht kommen ja noch mehr  🐇 🐇 🐇 😃.

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Mittagsschlaf unter dem Sonnenschirm

Heute waren wir in den Weinbergen unterwegs und auch da sprang ein Hase durch die Reben. Auch da war seine Reaktion bravourös, er sprang kurz in die Richtung, blieb stehen und schaute dem Hasen hinterher. Einige Meter weiter trafen wir nochmals auf den Hasen, der saß ganz cool mit ausgestreckten Löffelohren und rührte sich nicht vom Fleck. Beide schauten sich an nach dem Motto: „Wer zuerst mit den Augen zwinkert hat verloren“, unglaublich…und ich hatte wie immer bei solchen Situationen mein Handy vergessen. Ich hätte nämlich in aller Ruhe fotografieren können.(siehste Veronika, nicht nur Kivu kann das 😉😘, nur du schießt schneller als jeder Westernheld mit deiner Kamera 😆)

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kaputt, erledigt und satt….nie wieder laufe ich einen Galgo-Marathon

Stephan ging dann auch lautlos weiter mit mir, ich bin sooo stolz auf ihn. Er hat sich so verändert, was ich auch noch an einem anderen Beispiel erklären kann: früher war er auch abrufbar aber sobald er eine Wildspur in der Nase hatte, ging nichts mehr bei ihm. Da half kein Rufen, kein Pfiff und auch keine Leckerlies zur Ablenkung,  er verschmähte sie einfach. Mittlerweile kommt er zu uns zurück trotz Wildspur, vielleicht nicht sofort beim ersten Pfiff aber spätestens beim zweiten oder dritten 😉. Dafür bekommt er auch seine Belohnung, die er jetzt auch gerne nimmt. 

Komische Begebenheiten…

Es geschehen Dinge bei uns, die mich doch sehr verwundern oder mich auch mal schmunzeln lassen. Als wir Stephan damals adoptierten, haben wir extra den Gartenzaun erneuern lassen, damit er ausbruchssicher ist. Ich habe immer gedacht: ausbruchssicher bedeutet auch einbruchssicher aber weit gefehlt.

Das sich die Igel unter dem Zaun durchquetschen um bei uns auf Nahrungssuche zu gehen daran haben wir uns schon gewöhnt. Sie bekommen ja auch extra Wasserschälchen aufgestellt, dass sie in der Sommerzeit nicht verdursten. Doch letztens huschte im Dunkeln etwas größeres durch den Garten mit dem wir überhaupt nicht gerechnet hatten. Die liebe, sehr zutrauliche Nachbarskatze hat es irgendwie geschafft, den Zaun zu überwinden und besuchte uns jetzt schon mehrmals. Ihr Glück war es, dass Stephan jedes Mal im Haus war. Es wird aber der Tag kommen, wo dem nicht so ist. Ausserdem lassen wir abends oft zum Lüften die Haustüre offen stehen, alles weitere kann sich jetzt jeder selbst ausmalen. Zum Glück gibt es im Garten ein kleines Bäumchen und die Gartenhütte, wo sie sich hinflüchten könnte, falls ihr Ausflug doch schief gehen sollte. Warten wir’s ab was Steffle dazu sagt …

Die nächste komische Sache gibt mir doch etwas zu denken und ehrlich gesagt bin ich bis heute noch nicht dahinter gekommen, was das soll. Wir haben im Garten mehrere Schilfpflanzen, genauer gesagt chinesisches Schilf. Stephan geht zu den Pflanzen, bleibt dort ganz nah stehen und bewegt sich wie in Zeitlupe oder besser ausgedrückt: seine Bewegungen ähneln dem eines Faultiers. Die Blätter des Schilfs sind natürlich sehr scharf und man kann sich auch daran verletzen. Vielleicht ist das der Grund für sein Verhalten obwohl er bisher noch keine sichtbaren Verletzungen durch die Pflanzen davongetragen hat. Er schleicht ganz langsam und mit nach vorn gestrecktem Kopf um das Schilf. Es sieht wirklich zum Totlachen aus 😆.

Beim heutigen Spaziergang mit Podenco-Kollege Vigo hatten wir die Ehre auf ein Rudel Galgas mit Podenco-Begleitung zu treffen. Die drei Ladies kümmerten sich um Stephan und die Podencos schwirrten aus und drehten ihre eigene Runde. Schon lustig, wie sich alle so finden und sofort wissen, wer zu wem gehört 😁.