Stephan, Steff, Le Chef oder auch Steffle…

Stephan, Steff, Le Chef oder auch Steffle…

so wird er genannt, den Namen bekam er bereits in Spanien, so haben wir ihn bei der Hundepension Grisette in der Schweiz kennengelernt, die ihn in der Zeit bis zur Vermittlung liebevoll umsorgt hat. Deshalb hat er seinen Namen behalten und wir wollen Euch hier an seinem Leben teilhaben lassen. Bestimmt gibt es genug Leute, die sich für einen Galgo espanol bzw. für das Leben mit einem Galgo interessieren und hier dann Antworten auf Ihre Fragen finden.

Ein ganz grosses DANKESCHÖN an die lieben Menschen von Galgo freedom in Spanien, die sich die erste Zeit um Stephan gekümmert haben und natürlich an Sandra und ihren Mann Christian von der Hundepension Grisette für die Vermittlung und die tolle Zeit, die Stephan bei Euch verbringen durfte, ihr seid super, macht weiter so!

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Whitney, ein Fräulein zum Verlieben

Whitney ist nun seit sechs Wochen bei uns und hat sich gut eingelebt und zwar so gut, dass wir gemeinsam beschlossen haben, sie weiter bei uns zur Pflege zu behalten. Sie hat einem mit ihrer lieben Art die Entscheidung erleichtert. Stephan ist auch nicht abgeneigt, er versteht sich gut mit ihr und hat mit ihr auch einen Partner zum rennen.

Anfangs konnte Whitney mit Stephans grober und rüdenhaften Art nichts anfangen und war regelrecht eingeschüchtert. Sie blieb auf der Hundewiese nach einer kurzen Jagd einfach stehen und bewegte sich nicht mehr vom Fleck. Beim zweiten Versuch eine Woche später sah alles schon anders aus. Stephan spielte den Hasen und Mikes Galgo Charlie und Whitney jagten ihn. Das war einfach wunderschön alle miteinander rennen zu sehen. Allerdings muss Whitney nach dem „Galgo-Sport“ sofort wieder an die Leine, sonst versucht die  Lady die aufregende Welt allein zu erkunden.

Ein gemeinsames Hobby haben die beiden auch schon gefunden: Enten (ver)jagen! Das macht den beiden enorm viel Spaß und sie arbeiten regelrecht im Team zusammen. Sobald einer Enten sieht, wird der andere darauf aufmerksam und schon „geht die Post ab“. Meistens startet Stephan (ohne Leine) und Whitney samt meiner Wenigkeit am anderen Ende der Leine rennen hinterher. Ich muss ja schließlich mitrennen, denn den Spaß sollen beide haben. Da die Enten entweder wegfliegen oder im Wasser verschwinden, ziehen sowieso beide den kürzeren und stehen schlussendlich schwanzwedelnd am Flussufer, dem flüchtenden Geflügel hinterherschauend. Einmal musste es Whitney etwas übertreiben und landete mit allen vier Pfoten im Wasser. Ihr Glück war der niedrige Wasserstand, sonst hätte sie das Schwimmabzeichen in Gold machen müssen 😄.

Leider hat es die Lady beim Herumtollen im Garten etwas übertrieben und ist mit ihrer Kralle zwischen zwei Waschbetonplatten hängengeblieben, so dass die Kralle im Krallenbett leicht eingerissen ist. Da sich das Ganze dann auch noch etwas entzündete, musste sie mit Stephan zum Tierarzt. Während die Tierärztin Whitneys Pfote in einen dicken Salbenverband einwickelte, wickelte gleichzeitig Whitney die Ärztin um den Finger. Sie war so entzückt von ihr und das ist bei ihrer Art auch kein Wunder 🤗. Kollege Stephan war auch mit in der Tierklinik, da wir nochmal ein großes Blutbild brauchten und gleichzeitig den Leishmaniose-Titer testen wollten. Seine Blutwerte sind absolut in Ordnung und der Leishmaniose-Titer hat sich mittlerweile halbiert. Er ist aber immer noch zu hoch, um die Allopurinol-Tabletten abzusetzen. Wir sind jetzt so verblieben, dass wir demnächst über den Urin die Nieren kontrollieren und wenn da alles in Ordnung ist, werden wir in drei bis vier Monaten nochmal den Titer kontrollieren lassen, in der Hoffnung, dass er bis dahin im grünen Bereich ist. Beide haben sich in der Klinik hervorragend geschlagen und sich ein großes Lob von der Ärztin und meinerseits eingeheimst. Durch die Krallenbettentzündung (die mittlerweile wieder abgeklungen ist) hat Whitney leider Rennverbot, bis die Kralle weiter herausgewachsen ist und nicht wieder eine Entzündung entsteht.

Das ist für die temperamentvolle Dame natürlich ein Skandal höchster Güte, denn es gibt für die Maus nichts Schlimmeres, als das sie in ihrer Bewegung eingeschränkt wird. Neues erleben, entdecken, springen, herumtollen, nach Mäusen graben und rennen….das ist Whitneys Welt. Sie muss körperlich und geistig ausgelastet werden, sonst kommt sie zu Hause auf dumme Gedanken 😉. Ein paar Beispiele gefällig? Da wird eben mal im „gelben Sack“ (für Nichtdeutsche: Aufbewahrungssack für Plastikabfälle) gewühlt, der sich in einer Tonne befindet oder sie springt wie ein Känguru auf der Couch herum und meint unter den Decken und Kissen Mäuse zu finden. Auch werden die Treppen im Haus einfach mal zur Rennbahn umfunktioniert und sie kommt mir bis ins 2.OG hinterhergerannt. Man muss auch immer alles verräumen, ansonsten kommt die „Putzfrau“ Whitney und verräumt alles auf ihre Weise 😄.

Stephan ist in dieser Hinsicht nicht so „anspruchsvoll“, er nimmt alles so wie es eben kommt und wenn draussen schlechtes Wetter ist, spielt er eben mit seinem Leckerlieball. Whitney tut sich irgendwie schwer mit dem Ball, sie versteht noch nicht so recht, welchen Sinn dieses Spielzeug hat. Sie lernt gerade, ihr Futter draussen im Garten zu erschnüffeln, umso öfters sie es macht, desto besser funktioniert es. Auch da ist Stephan ihr eine Nase voraus 😉, er liebt es zu schnüffeln und macht es in einem atemberaubenden Tempo. Nichts und niemand kann ihn in dem Moment ablenken, da kann es sogar anfangen zu regnen, zuerst wird fertiggeschnüffelt und dann wird ins Haus gestürmt. Das Gleiche ist auf den Wiesen und Feldern zu beobachten, er schnüffelt nach Rehspuren und sie springt von einem  Mauseloch zum nächsten.

Da Winney sehr temperamentvoll ist, wäre es das Beste für sie, wenn sie drei bis viermal in der Woche rennen könnte, kombiniert mit schönen Erkundungstouren im Wald. So würde man ihr wirklich gerecht werden. Sobald die Kralle etwas herausgewachsen ist, werden wir ihr dies gönnen, damit die temperamentvolle Lady ihre Energie abbauen kann.

Gestern hatten wir tolle Erlebnisse als wir an der „Langen Erle“ spazieren waren. Whitney sprühte nur so vor Energie und sprang voller Lebensfreude aber leider mit Schleppleine über die Wiese. Normalerweise animiert sie Stephan zum rennen, nur nicht an diesem Tag: das machte unfreiwilligerweise ein Graureiher. Steff beobachtet sie oft, ich kann ihn dann aber ablenken und ihn zurückrufen. Gestern war ich auf Whitney fixiert und passte kurz nicht auf. Schon rannte er auf den Graureiher zu und der hob in dem Moment schon ab. Ich ließ ihn rennen, denn ich wusste, dass Stephan keine Flügel wachsen und er auf jeden Fall zurückkommt. Wir verfolgten das Spektakel aus der Ferne und nach einer großen Ehrenrunde auf der Wiese stand Steff schon wieder hechelnd neben uns.

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Whitney mit neuem Mantel und im Hintergrund Stephan, der gerade von der „Graureiher-Jagd“ zurückkam

Whitney machte dann noch die Bekanntschaft eines sehr souveränen Terrier-Rüden, bei dem das Begrüßungsritual ganz ruhig und normal ablief, was mich natürlich riesig freute. Sie liefen dann ganz ruhig nebeneinander und erkundschafteten zu dritt die Gegend. Das sind diese Momente, die so wichtig für sie sind, damit sie ihre Unsicherheit ablegt. Wir arbeiten weiter daran, auch wenn es manchmal schwierig ist. Oft ist es ein Schritt nach vorn und zwei Schritte zurück, dann gibt es wieder Tage, da macht sie drei Schritte nach vorn. Für mich ist wichtig, das ich merke, dass es stetig vorwärts geht und wenn dies auch ganz langsam geschieht. Wir bemerkten schon sehr oft, dass es ihr hilft, wenn ich mit ihr im Sicherheitsabstand stehenbleibe und ich mich mit dem anderen Hundebesitzer unterhalte. Dann versteckt sie sich hinter mir und kommt dann ganz langsam neben mich, um ihre Gegenüber zu beobachten. Das ist doch schon mal ein Anfang….

Urlaubsgrüße von Whitney

Es wird Zeit mal eine Geschichte über unseren Feriengast zu schreiben. Whitney ist wieder bei uns und eine Geschichte würde eigentlich auch gar nicht reichen, ich könnte schon ein Buch über sie schreiben. Wenn manchmal ein Hundebesitzer sagt, es wäre egal ob man nun mit einem oder mit zwei Hunden spazieren geht, ist das nur zum Teil richtig. Klar, die Laufstrecke wird nicht mehr aber das Verhalten der Hunde ändert sich und wenn denn mal ein neuer, unerfahrener Hund zu einem Ersthund stößt, ändert sich so einiges. Das musste ich am eigenen Leib erfahren.

Stephan läuft eigentlich toll an der kurzen Leine, da nun aber neben ihm Whitney läuft, für die das Stadtleben mit samt den neuen Eindrücken so spannend ist, ist es ganz schön anstrengend. Der Herr möchte ab und an markieren und schön das Beinchen heben und Madame läuft dann eben mal zielgerichtet weiter oder entscheidet sich für die andere Richtung. Ihre ausgeprägte Sturheit sorgt ausserdem dafür, das es hin und wieder Karambolagen gibt. Sie meint nämlich, dass das Herrchen oder ihr männlicher Kollege aus Luft bestehen und läuft einfach in uns hinein. Sie weiss zumindest, was sie will und wohin sie will 😄.

Beim Laufen an der Schleppleine muss ich aufpassen, denn Stephan läuft an manchen Plätzen ohne Leine und da animiert sie ihn zum rennen. Zum Nachteil ist die lange Leine auch bei Whitneys Hund-Hund Problem, denn wenn sie einige Meter vor mir läuft und uns kommt ein anderer Hund entgegen, sieht sie ihn zuerst und meine Möglichkeiten sind in dem Moment sehr eingeschränkt. Ich kann auf das Problem viel besser eingehen, wenn sie in meiner Nähe ist oder noch besser neben mir läuft. Da in unserem Umkreis sehr viele Hunde leben und wir auch auf unseren Spaziergängen immer andere Vierbeiner treffen, sind wir mehr oder weniger gezwungen, uns mit ihrem „Problem“ auseinanderzusetzen auch was das Thema Katzen betrifft.

Die sind ganz besonders oft in unserer Nachbarschaft vertreten und ja, mit den Miezen hat sie definitiv ein Problem, gelinde ausgedrückt. Da wir ja das Verhalten Stephans Katzen gegenüber kennenlernen durften als er damals bei uns einzog, weiß ich, dass man an dem Thema sehr gut arbeiten kann. Stephan sprang damals auch wild in die Leine und jammerte. Seit er unsere Nachbarskatze persönlich kennenlernen durfte und auch die ein oder andere Katze gesehen hat, die nicht flüchtet sondern wie ein aufgeblasener Kung-Fu Kämpfer fauchend entgegen kam, weiß er auch um die Gefahren. Ich kann mich gut an einen kühnen Sprung in die Hecke erinnern, an das Fauchen und an Stephans Rückwärtsgang. Das war ihm eine Lehre. Whitney bellt und springt in die Leine, ihr fehlt eben die Erfahrung und das tägliche Training.

Auch Whitney hat schon den Sprung in die Hecke hinter sich, zum Glück ohne Katze, dafür aber in einen Dornenbusch im Wald. Puh, da war ich erstmal geschockt. Sie versuchte sich wieder zu befreien und blieb dann einfach stecken. Mir blieb schlussendlich nichts anderes übrig als sie am Geschirr zu packen und wieder herauszuziehen, denn auch ein Teil der Leine hatte sich um den Dornenbusch gewickelt. Dabei hat sie Glück gehabt und ist mit ein paar Kratzern glimpflich davon gekommen.

Whitney möchte überall dabei sein und ist für jeden Spaß zu haben. Allerdings musste ich ihr schon nach ein paar Tagen zeigen, dass ich der Chef bin und sie sich nicht alles erlauben kann. Sie ist sehr lernwillig und versteht ziemlich schnell, was sie darf und was nicht. Nach wenigen Tagen wusste sie bereits: am Essenstisch gibt es nichts zu suchen, der Keller ist für sie tabu, sie hat mit ihren Pfoten nichts auf der Küchenablage zu suchen und wenn Stephan frisst, ist der Bereich um ihn gesperrt (durch mich 😉).

Whitney ist eine äusserst liebenswerte und fröhliche Galga, die sich immer freut auch wenn ich nur mal für ein paar Minuten im 2.OG. verschwinde und zurückkomme, sie hat immer eine Freude, wenn sie ihre Menschen sieht 😍. Neulich musste sie mal früh morgens für ein Pipi in den Garten, beim Zurückkommen ist sie schwanzwedelnd beim schlafenden und nichtsahnenden Frauchen ins Bett gesprungen. Ups….das müssen wir noch üben, denn Frauchen quiekte kurz und wusste gar nicht wie ihr geschieht 😃. Doch ein kurzer Ruf genügte und Winney-Maus sprang wieder in ihr Hundebettchen im 1.OG. das direkt neben meinem Bett steht. Am nächsten Morgen, auf Nachfrage, wusste Frauchen schon gar nicht mehr, was da eigentlich geschehen ist.

Ihr Temperament unterscheidet sie auch von Stephan oder auch von Mikes Galgos. Doch genau das macht sie so liebenswürdig und einzigartig. Man muss mit ihr eben anders umgehen und sie vor allem beschäftigen, sei es kopfmässig oder körperlich. Manchmal bekommt sie ihre verrückten „Fünf-Minuten“, da springt sie eben aufgrund des schlechten Wetters auf der Couch herum und „tötet“ martialisch ihren Kauartikel 😁. Wo Whitney drauf steht ist eben auch Whitney drin. So einfach ist das.

Letztens waren wir zusammen mit Mike und seinen Galgos drei Stunden laufen und sind im Anschluss noch auf die Flitze-Wiese , damit Stephans, Chocos und Charlies Rest-Energie zur Neige geht. Die drei rannten und ich stand mit Mike, meiner Mutter, dem immer noch verletzten Galgo Luiz und Whitney auf der Wiese und schauten dem Schauspiel zu. Da kam mir doch die Idee mit Whitney und der Schleppleine. Ich wartete also bis die drei bis dahin noch rennenden Galgos fix und fertig auf der Wiese lagen und animierte Whitney an ihrer langen Leine. „Animieren“ hieß in dem Fall, dass ich wie ein Feldhase vor ihr rannte und sie mir hinterher. Leider bin ich mit meiner Figur und der Kondition als Feldhase vollkommen ungeeignet und so kam es, dass ich aufgrund der vielen Sprints vollkommen ausgelaugt stehenblieb und nicht mehr merkte, dass von hinten Whitney angerauscht kam. Sie zog zwar noch die Bremse aber es reichte nicht mehr und es kam wie es kommen musste: Whitney rannte mich einfach um und so lag ich nun wie ein Käfer auf dem Rücken auf der Wiese und machte mich zum Gespött der anderen, namentlich Mike und meine Mutter 😂.

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Die Whitney-Geschichte geht noch weiter…Das nächste Mal beschreibe ich euch weitere Unterschiede zwischen Stephan und Whitney, zum Beispiel wer schneller friert, wer den Regen mehr hasst, wer Frühaufsteher ist und wer lieber länger schläft. Auch erwähnenswert sind die gemeinsamen Hobbies wie die „Entenjagd“ oder das „Auslosen“, wer im Hundebettchen an der Heizung schläft 😉. 

BEARDED DOG’S …ein Mann, eine Marke

Heute möchte ich euch mal „Bearded Dog’s“ vorstellen, ein Facebook-Shop, der momentan im Aufbau ist und hinter dem mein Freund Mike steht. Er stellt in toller Handarbeit, hochwertige Lederhalsbänder und Leinen in verschiedenen Größen, Längen und Farben her aber auch Leinen aus Kletterseil, Zeckenhalsbänder und diverse Accessoires.

Das Beste neben der super Qualität ist, dass ein Teil des Gewinns an den Verein vergessene-Fellnasen.e.V. geht und Mike diesen Verein damit unterstützt. Sobald der Shop bei Facebook seinen Betrieb aufnimmt, gebe ich im Blog Bescheid. Wer keinen Facebook-Zugang hat und trotzdem bestellen möchte, kann das gern per Mail (racingdogs007@gmail.com) mit Mike klären oder sich mit mir in Verbindung setzen.

Hier eine kleine Auswahl seiner Produkte, bei denen Mikes Vierbeiner Choco,Charlie,Luiz und unser Stephan Model standen.

Alle Leinen können nach Kundenwunsch gefertigt werden, d.h. egal, welche Farbe, Länge, Material, Farbe und Gewichts des Karabiners.

Ich selbst benutze seit geraumer Zeit eine kurze Leine aus Fettleder und eine aus Rundleder und bin sehr zufrieden damit. Sie sind robust und sehr leicht und liegen toll in der Hand.

Schöne Augenblicke

Es ist immer wieder erstaunlich, wie ein Blickkontakt zwischen Hund und Mensch zustande kommt. Mal ist er lang und intensiv, mal nur ganz kurz und aus dem Augenwinkel heraus. Bei unseren langen Spaziergängen blickt Stephan immer wieder zu mir. Die verschiedenen Bedeutungen des Blickes musste ich auch erst lernen, was anfangs ganz schön schwierig war für mich Hunde-Anfänger. „Komm jetzt endlich, die Zeit läuft….“ diesen Blick ernte ich oft, wenn es ihm nicht schnell genug geht.

Den Kontrollblick aus dem Augenwinkel beim Nebenherlaufen habe ich lange Zeit gar nicht bemerkt, aber es gibt ihn und er kommt recht häufig vor. Er ist wirklich nur ein Bruchteil einer Sekunde zu bemerken und zeigt deutlich, dass Stephan immer wieder auf mich achtet.

Früher, als wir noch Katzen hatten, gab es die Kommunikation über die Augen. Ein längerer Blickkontakt mit anschließendem Schließen und Öffnen der Augen, also mehr oder weniger ein Zwinkern, hieß: „Alles in Ordnung, mir geht es gut“. Diese Art der Kommunikation funktionierte immer und ich war lange der Meinung, dass dies nur mit Katzen funktioniert. Doch weit gefehlt, auch Stephan zeigt mir so, dass er sich gerade wohl fühlt. Mir macht das manchmal so einen Spaß, dass ich es gern mehrmals wiederhole. Andere Signale des Wohlfühlens bei ihm sind: ein leichtes Schmatzen und ein genüssliches Brummen, dass an einen Bären erinnert, der gerade Honig gefunden hat 😄.

Die „Waffe“ eines Galgos sind zu seiner Geschwindigkeit die Augen, die sich bewegende Objekte bis in 800m Entfernung und in einem Blickwinkel bis 180 Grad registrieren. Wenn Stephan an Feldern stehen bleibt, scannt er die Umgebung, dann beginnen die „Augenblicke“ des Jagens. Es ist unglaublich, wie hochkonzentriert er das macht und wehe es bewegt sich irgendetwas, dann steigt die Körperspannung stetig an. Beim Laufen ohne Leine in Gebieten mit geringer Wilddichte heißt das immer wieder ihn abzulenken, damit er sich auf mich konzentriert. Ach…bevor ich es vergesse: der wichtigste Hundeblick ist natürlich der des Bettelns 😉. Solch ein Augenblick vergisst man nicht und lässt jedes Herz schmelzen.
Bloß nicht hinschauen, sonst ist es um einen geschehen….Man könnte manchmal meinen, der Hund will einen hypnotisieren, um an sein Leckerlie oder schlechtenfalls an meine Speise zu kommen. Bei Stephan haben wir das sehr gut im Griff, er ist ja auch schon lange bei uns und weiß, was er darf und was nicht. Jetzt haben wir aber Besuch von Galga Whitney und sie kennt die Regeln noch nicht und ist dazu noch eine Meisterdiebin, mehr dazu schreibe ich beim nächsten Mal. 

Galgo Marsch Leipzig 2018

Am 15. September fand zum zweiten Mal der Protestmarsch gegen die in Spanien stattfindende Jagd mit Galgos,Podencos und anderen Jagdhunden in Leipzig statt. Wir waren zwar nicht mit dabei, deswegen habe ich erst überlegt es überhaupt auf Stephans Blog zu veröffentlichen aber ich finde, Stephan kommt aus Spanien und vermutlich gibt es immer noch Leute, die nicht wissen, dass es in Deutschland Protestmärsche gibt.

Vertreten wurden wir trotzdem durch Windhund-Kollege Mike mit seinen drei Windis Charlie, Luiz und Choco, die die lange Fahrt auf sich genommen hatten, um mit zu protestieren und die Leute auf diese in Spanien vorkommende Problematik aufmerksam zu machen.

Insgesamt beteiligten sich rund 500 Menschen mit fast 300 Windhunden an diesem Protest. Wenn im nächsten Jahr auch wieder in Frankfurt am Main ein Marsch stattfindet, sind wir auch mit dabei, immerhin ist es bis dorthin nicht ganz so weit 😉.

Ich habe mir diese Event live über einen Internet-Stream angeschaut und war begeistert, wie ruhig alles ablief und wie gut alles organisiert war, zum Beispiel die Absicherung durch Polizisten auf Motorrädern, die sich mit Begeisterung fotografieren ließen mit jeweils drei Windhunden an jeder Hand 🤗

Winney, Winney, Winney …eine Dame für’s Herz ❤

Galga Whitney, auch Winney genannt, die noch in der Hundepension Grisette auf ihr endgültiges Zuhause wartet, war bei uns zu Besuch als Wochenendpflege-Gast, damit sie mal wieder etwas erlebt, denn wir hatten wieder eine Wanderung geplant mit Mike und seinen Galgos. Ich lasse jetzt einfach mal die Fotos sprechen ohne viel dazu zu schreiben. Winney-Maus kommt übrigens im Oktober für eine längere Zeit zu uns, mehr dazu demnächst.