Stephan, Steff, Le Chef oder auch Steffle…

Stephan, Steff, Le Chef oder auch Steffle…

so wird er genannt, den Namen bekam er bereits in Spanien, so haben wir ihn bei der Hundepension Grisette in der Schweiz kennengelernt, die ihn in der Zeit bis zur Vermittlung liebevoll umsorgt hat. Deshalb hat er seinen Namen behalten und wir wollen Euch hier an seinem Leben teilhaben lassen. Bestimmt gibt es genug Leute, die sich für einen Galgo espanol bzw. für das Leben mit einem Galgo interessieren und hier dann Antworten auf Ihre Fragen finden.

Ein ganz grosses DANKESCHÖN an die lieben Menschen von Galgo freedom in Spanien, die sich die erste Zeit um Stephan gekümmert haben und natürlich an Sandra und ihren Mann Christian von der Hundepension Grisette für die Vermittlung und die tolle Zeit, die Stephan bei Euch verbringen durfte, ihr seid super, macht weiter so!

Wenn Igel rennen könnten . . .

. . . dann wäre Stephan über alle Berge. Zum Glück ist er angeleint und kann sich kein Rennen mit einem Igel liefern 😁. Seit neuestem hat er eine neue Jagdleidenschaft für sich entdeckt. Die kleinen stacheligen Vierbeiner haben es ihm angetan und sobald er einen entdeckt, ist Alarm angesagt, viel schlimmer als bei Katzen und das soll was heißen.

Aufgrund von heißen Temperaturen verlagerten sich in letzter Zeit unsere Spaziergänge in die Frühe bzw. in den späten Abend. Zu dieser Zeit tritt ganz langsam die Dunkelheit ein und die „Stachel-Jäger“ werden selbst zu Gejagten, durch Steff. Den Tip, ihn einfach mal am Igel schnüffeln zu lassen, werde ich nicht beherzigen. Wir haben Angst, er könnte sich in seinem Leichtsinn auf den Igel stürzen und sich verletzen. 

ruhiges Miteinander

Wir sind stolz auf Stephan: er meistert alle Situationen des Lebens mit Bravour. Heute sind wir beim Spaziergang auf eine „buntes“ Rudel getroffen. Da war wirklich alles dabei: Rüden, Hündinnen, angeleinte und nicht angeleinte Hunde und alles ist bestens gelaufen. Ausser gut gelaunten Zweibeinern und erhobene, wedelnde Ruten war nichts zu sehen, keine Aggression, kein Gebell, keine Hektik wegen der Leinen. Stephan mag nur nicht, wenn alle gleichzeitig an ihm schnuppern. Er mag es lieber, wenn es gesittet zugeht und einer nach dem anderen zum schnuppern kommt, also bitte anstellen und warten, bis man an der Reihe ist, aber seht selbst, alles wurde fotografisch dokumentiert.

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Rudel gesichtet, jetzt heißt es abwarten

 

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Nummer eins hat uns erreicht, danach wurde mir von ihr gründlich die Nase abgeleckt

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Na, wer bist du denn?

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Oh, Oh . . . es werden immer mehr

Diese Szene hat uns sehr gefallen:

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Rüde hinten links: „Darf ich auch mal schnuppern?“

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Aber natürlich darfst du . . .

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mal schnuppern, schön der Reihe nach

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. . .und auch Steff darf mal seinem Bedürfnis nachgehen

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auch Zweibeiner wollen mal . .

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Stephan sucht sich seine Streichler

Danach ging es allein weiter, man hat aber gemerkt, dass ihm die Hundegruppe gefallen hat und den schönen Spaziergang noch schöner gemacht hat.

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Wir sind ein gutes Team geworden

 

Wenn Le Chef an der Schleppleine läuft, fühlt er sich wie im Freilauf. Die Leine ist selten auf Zug, ich versuche mich so zu bewegen, das er sich ein Stück weit „frei“ fühlen kann. Das Joggen macht mir nichts aus und es ist auch nicht so anstrengend, da Stephan öfters einen Schnupper-Stop einlegt, so auch heute morgen sechs Uhr dreissig. Es fühlt sich gut an, ihn so glücklich und zwanglos herumlaufen zu sehen und auch er hat irgendwie ein Team-Gefühl entwickelt und bewegt sich dementsprechend. Gerade heute morgen war es sehr harmonisch und alles funktionierte tadellos.

 

Auch andere Hundehalter nutzten den noch kühlen Morgen zu einem Spaziergang. So kam uns ein großes Rudel entgegen und alle freuten sich Steff kennenzulernen. Für ihn war das ein bisschen viel, sie kamen von allen Seiten um ihn zu beschnuppern. Einer von ihnen gesellte sich mit zu uns als wir schon weiterliefen und folgte uns noch ein gutes Stück. Er lief mit unserem Stephan zusammen, als wären sie schon immer ein Rudel. Bravo ihr zwei!

drei Monate . . .

. . . lebt Stephan nun schon bei uns und er gehört zur Familie, als wäre es nie anders gewesen. Es ist eine gewisse Routine eingekehrt, die allen ganz gut tut. Steffle ist ruhiger geworden und klebt nicht mehr wie eine Klette am Bein. Seine Anhänglichkeit ist immer noch groß aber sie hat sich verändert. In ihm ist eine innere Ruhe und Sicherheit eingekehrt, das sieht und spürt man deutlich.

Manchmal kommt er im Garten unbemerkt an, drückt seinen Körper gegen unsere Beine und steht so minutenlang da. Am liebsten mag er es, wenn Frauchen neben mir steht und er sich zwischen uns „quetschen“ kann und dann von beiden gestreichelt wird. Alle lieben Stephan und auch Stephan liebt fast jeden Zweibeiner und manche werden so gemocht, dass bei diesen Leuten entweder an der Hand oder ihrer Handtasche geschnuppert werden muss. Das findet nicht jeder super aber fast jeder 😉.

Manche Leute erschrecken meist nur kurz aufgrund seiner Körpergröße. Auf dem Trottoir ist es immer wieder lustig, wie vor allem Männer Platz machen und den Bauch einziehen, wenn wir gelaufen kommen. Ich nehme Steff dann blitzschnell an die ganz kurze Leine, damit die Ängstlichen nicht noch mehr Angst vor dieser „Bestie“ bekommen oder erzeugt gerade dieses Verhalten die Angst vor dem „Hund von Baskerville“? 😁
Wäre mal interessant zu erfahren.
Auf jeden Fall traut nicht jeder dem lieben Gesichtsausdruck von unserem Steffle, es könnte ja ein Wolf im Schafspelz sein, sozusagen . . .wenn die Leute wüssten, welch liebes „Schäfchen im Wolfspelz“ er ist.

Wir lieben ihn und er versüßt einem den Tag und macht ihn lustiger. Eigentlich fehlt nur noch ein richtige/r Spielkamerad/in. Es gibt einige vielversprechende Kandidaten aber bisher sollte es noch nicht sein. Heißeste Anwärter auf den Titel „Stephans Spielkamerad“ sind momentan Fido, der Mops und ein Podenco, von dem wir den Namen noch nicht wissen. Er war aber schon am Garten und auf unseren Spaziergängen haben wir ihn auch schon getroffen. Da war der Podenco ohne Leine und hat Steff andauernd zum rennen animiert, armer Stephan, er wäre so gern mitgerannt. Zumindest haben wir den Podenco zu uns in den Garten eingeladen, vielleicht klappt es bei Gelegenheit einmal.

Es gibt nichts negatives zu berichten. Im Haus bellt er nicht, einzige Ausnahme, als ich mit der Fliegenklatsche eine Fliege an der Fensterscheibe erschlagen wollte und beim ersten Mal nicht getroffen habe. Da hat er sich bemerkbar gemacht, entweder wegen des Geräusches oder aus Mitleid für die Fliege. 🤔

Draußen am Gartenzaun werden die meisten Hunde freundlich begrüßt, einige missachtet und einige ganz wenige auch verbellt. Da oftmals die Nachbarn Marci und Charlie anfangen, macht Le Chef manchmal auch mit, dass aber ist wirklich die Ausnahme. Stephan ist die Freundlichkeit in Person und eine absolute Frohnatur. Wir sind wirklich froh, dass er bei uns ist.

Heute konnte ich ihn im Garten beim erblicken einer Katze ohne ein Wort zu sagen ins Haus schicken. Er hat sofort verstanden, was ich von ihm wollte. Kurz vor der Haustür wollte er noch mal zurück Richtung Katze, ein Schritt von mir mit erhobenen Zeigefinger in seine Richtung reichte, dass er ins Haus lief. Ich bin stolz auf uns, dass hatte ich selbst nicht erwartet und war zuerst verblüfft.

Wenn das Thema Autofahren / Freilauf besser klappen würde, dann wäre alles perfekt aber wir haben noch Zeit, zumal für nächstes Jahr ein neues Auto geplant ist. Mehr dazu demnächst hier im Blog“.

Sommerzeit = Früchtezeit

Wenn wir essen, haben wir immer ein nasses Nässchen um uns herum, dass irgendwie probiert, an das Essbare auf dem Tisch zu kommen. Nicht das er gleich alles verputzen würde, nein, er will nur schnuppern 😉. Wenn es uns zu viel wird, reicht ein klares „Nein“ und die „Show“ ist beendet. Er legt sich dann auf sein Plätzchen und wartet.

Gelegentlich hält er sein Nässchen in die Luft, um doch noch zu erfahren, was auf dem Tisch steht. Wir bleiben jedoch hart. Die Lebensmittel, die für ihn schlecht sind, bekommt er nicht, da kann er betteln, wie er will.

Bei Früchten jedoch machen wir eine Ausnahme, wenn sich die Menge in Maßen hält. Stephan wartet dann schon auf sein Tellerchen und verputzt wirklich alles. Probiert haben wir schon: Äpfel, Birnen, Kirschen, Bananen, Mango, Pfirsich, Johannisbeeren und Granatapfel. Er hat alles gefressen und hinterher keinerlei Probleme mit dem „großen Geschäft“, alles ist ihm gut bekommen. Bravo, „süßes Früchtchen“.

Allerdings haben wir auch aufgepasst, dass das Obst eine gute Reife hatte und manchmal entfernten wir noch die Fruchthaut  / Kerne, damit er es besser fressen konnte. Vor allem beim Granatapfelessen mussten wir lachen: früher haben wir zwei uns um jeden Granatapfel „gestritten“, jetzt haben wir noch einen Mitstreiter, mit dem wir teilen müssen 😁. Er frisst die kleinen roten Granatapfelkerne wie kleine Leckerlies, wirklich amüsant.