Stephan, Steff, Le Chef oder auch Steffle…

Stephan, Steff, Le Chef oder auch Steffle…

so wird er genannt, den Namen bekam er bereits in Spanien, so haben wir ihn bei der Hundepension Grisette in der Schweiz kennengelernt, die ihn in der Zeit bis zur Vermittlung liebevoll umsorgt hat. Deshalb hat er seinen Namen behalten und wir wollen Euch hier an seinem Leben teilhaben lassen. Bestimmt gibt es genug Leute, die sich für einen Galgo espanol bzw. für das Leben mit einem Galgo interessieren und hier dann Antworten auf Ihre Fragen finden.

Ein ganz grosses DANKESCHÖN an die lieben Menschen von Galgo freedom in Spanien, die sich die erste Zeit um Stephan gekümmert haben und natürlich an Sandra und ihren Mann Christian von der Hundepension Grisette für die Vermittlung und die tolle Zeit, die Stephan bei Euch verbringen durfte, ihr seid super, macht weiter so!

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alles im „grünen Bereich“ . . .

Am Montag erreichte uns ein Anruf von der Tierklinik bei dem die Ärztin Stephan gute Werte attestierte. Ein Wert sei wohl ein kleines bisschen zu niedrig, am Telefon jedoch konnte ich der Dame nicht so schnell folgen. Deshalb haben wir die Blutwerte per Email angefordert, damit wir alles schriftlich in der Hand haben und wir zu einer anderen Tierklinik gehen können. Bis jetzt ist jedoch noch keine Mail bei uns eingetroffen. Morgen werde ich dort nochmal nachfragen 🤔.

Steff Le Chef nutzt momentan jeden einzelnen Sonnenstrahl aus, legt sich hin und wieder draussen auf die Couch. Diese sollte aber von der lieben Sonne vorgewärmt sein sonst ist es unserem „Zitter-Aal“ zu kalt. Er schlottert manchmal ganz schön vor Kälte, da freut er sich, wenn Frauchen ihm im Eingangsbereich eine weiche Decke auslegt und er bei geöffneter Haustür Sonnenstrahlen abbekommt. Am letzten stürmischen und verregneten Wochende war er hingegen kaum aus dem Haus zu bekommen. Zweimal waren wir Komplett angezogen inklusive Stephan und wollten mit ihm laufen, hatten wir doch extra gewartet, bis es nicht mehr allzu stark regnet. Keine Chance, er war auch mit Leckerlies nicht aus dem Haus zubekommen. Da kann man nichts machen, also wieder ausziehen und warten, bis er sich meldet, weil die Blase drückt. Wir verstehen die Leute, die bei Wind und Regen mit ihren Vierbeinern laufen gehen, ist ja auch richtig so, solange der Hund das will, nur Stephan ist anders, Steff ist ein Windhund. Er mag weder Wasser von unten noch Wasser von oben, obwohl er im sommerlichen Regen öfters gelaufen ist, können kühle Temperaturen seine Meinung dann doch schnell ändern und wenn dann noch kalter Wind dazu kommt, tja dann ist das Thema beendet 😁. 

Wochenrapport

Auf Ratschlag einer Blogleserin haben wir uns entschieden auf das BARF zu verzichten und auf Nierendiät-Nassfutter zu wechseln. Wir bedanken uns für diesen Tip und warten jetzt erstmal die Blutergebnisse ab und entscheiden uns dann für ein passendes Nierendiät-Nassfutter oder lassen uns einen BARF-Ernährungsplan von einer Spezialistin erstellen. Da Stephan wirklich sehr verfressen ist, wird er wohl hoffentlich den Ernährungsplan „einhalten“. Er steht auf Obst und Gemüse und beobachtet uns beim Kochen stets mit einem wachsamen Auge. Von seinem Hundebett aus hat man einen herrlichen Blick in die Küche.

Seit einiger Zeit ist schräg neben unserem Haus ein grosser, nicht asphaltierter und eingezäunter Parkplatz gesperrt. Beim Vorbeilaufen haben wir gemerkt, dass man trotzdem Zutritt und somit eine Freilaufmöglichkeit mehr hat. Gestern, nach einem Spaziergang liefen wir vorbei und siehe da: eine andere Familie samt Hund nutzte ebenfalls die Gelegenheit. Die Fellnase wohnt in der Nachbarschaft, kommt ebenfalls aus Spanien und ist erst seit wenigen Wochen in Deutschland. Die beiden verstanden sich sofort und Stephan konnte endlich mal wieder den „Hasen“ spielen. Über diese Begegnung wird aber Steff demnächst selbst berichten.  Leider, wie so oft, hatten wir die Kamera vergessen. Schade, dass wir diesen schönen Moment nicht festhalten konnten.

Stephan ist bereits stadtbekannt, letztens sind wir auf dem Abendspaziergang durch die Stadt gelaufen und zwei männliche Personen versperrten uns den Gehweg. Freundlicherweise machten sie dann Platz und einer der beiden rief: „Hey, das ist doch der Stephan!“ Verdutzt liefen wir weiter und wunderten uns kurz. Ja „wir“ wunderten uns, denn auch Steff blickte fragend zu mir auf.

Steffs_Regenmantel

Steff ist beleidigt, er wollte eigentlich eine Polizei-Uniform und keinen Feuerwehr-Mantel, Kommunikationsfehler, sorry Steff!

Der absolute Renner ist der „füürfrei“-Regenmantel, die Leute auf der Strasse amüsieren sich köstlich, wenn so ein süßes Köpfchen aus einem nikolaus-rotem Kragen herausschaut. Der hintere Teil sieht, durch die Windhund-Statur bedingt, aus wie ein Cape. „Feuerwehrbatman“ nennen wir ihn manchmal, und wenn dann noch die Ohren flattern, passt die Bezeichnung ganz gut. Heute waren wir Blut abnehmen und unser „Süßling“ hat sich wacker geschlagen, trotz langer Wartezeit. Die Ergebnisse werden uns nächste Woche per E-Mail geschickt. Warten wir’s ab . . .

ein neues Geschirr samt Halsband . . .

mußte her, denn wir haben nur ein Geschirr und wenn es trotz hochwertiger Verarbeitung doch mal kaputt gehen sollte, ist dies unser Ersatzgeschirr. Gestern Nachmittag hatte ich mich auf den Weg in die Schweiz gemacht um alles bei PLB Dogdesign abzuholen. Ein großes Dankeschön an die Familie Plattner für die tolle Arbeit, es sieht klasse aus, passt wie immer perfekt und ist super verarbeitet, also wir können diese Firma nur weiterempfehlen. Auch das Halsband samt Reflektorstreifen gefällt uns sehr gut und Stephan sowieso aber seht selbst . . .

Veränderungen stehen an

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als Partner teilt man sich eben ein Kissen

Seit Stephans Diagnose haben wir lange nichts mehr von uns hören lassen, dass Leben geht weiter, leider mit einigen Veränderungen und viel zeitintensiver Internetsuche. Eigentlich wollte ich etwas zur Tierklinik in Lörrach schreiben aber hier im Blog seinen Frust herauszulassen, bringt uns auch nicht weiter. Enttäuscht sind wir über die vergangene Behandlung, es wurden Fehler gemacht, die in so einer „Fachklinik“ mit gutem Ruf nie hätten passieren dürfen.

Es ist aber gar nicht so einfach einen kompetenten Tierarzt zu finden, der sich mit Leishmaniose auskennt, es steht ja nicht draussen an der Tür geschrieben, dass dort ein Leishmaniose-Spezialist am Werke ist oder eben auch nicht.
Die erste Veränderung wird Steffs Futter betreffen. Um die Wasseraufnahme zu erhöhen, haben wir bereits angefangen anstatt Trockenfutter Nassfutter zu verfüttern. Nach einem Besuch im Zoofachgeschäft bin ich leider wieder mit leeren Händen nach Hause gefahren. In jedem! Nassfutter, egal wie teuer, sind Innereien, diverse Hefen enthalten oder der Rohaschegehalt ist viel zu hoch. Bei den Leckerlies ist es noch schlimmer, absolut keine Auswahl. Somit ist für Stephan das komplette Sortiment unbrauchbar. In den letzten Tagen haben wir ihn bekocht und ich habe mich ausgiebig mit dem BARF-Thema beschäftigt und habe mir eine Liste mit den Lebensmitteln gemacht, die erstens von Hunden vertragen werden und zweitens purinarm sind. Hier mal ein kleiner Auszug aus meiner Liste:

Fleisch: Rinderbrust / Rinderfilet / Putenschnitzel / Hähnchen (ohne Haut) / evt. Hase / Pansen (gelegentlich)

Fisch: Kabeljaufilet / Zander / Aal (ohne Haut) / Scholle

Beilage: Kartoffeln / Reis / Grießnudeln

Gemüse: Karotte / Zucchini / Kürbis / Gurke / Fenchel / Endiviensalat / Brokkoli

Obst: Birnen / Äpfel / Johannisbeeren / Papaya / Granatapfel / Banane

Milchprodukte: Hüttenkäse / Quark / Buttermilch

Nüsse: Kokosnuss(milch) / Cashewkerne / Walnüsse

Öle: Olivenöl / Walnussöl / Leinöl / Lachsöl ( alle Öle nativ / kaltgepresst)

All diese Produkte wurden schon eingekauft (wenn möglich BIO) und werden heute und in den nächsten Tagen verarbeitet. Das ist das mindeste, was wir momentan für Stephan machen können. Das wir ab jetzt jeglichen Stress von ihm fern halten möchten, versteht sich von selbst und dieses BARF-Thema wird uns auch noch eine zeitlang beschäftigen, dafür ist es einfach zu umfangreich, man kann viele Fehler machen und das wollen wir auf keinen Fall. Die Tierarztsuche geht weiter, wir hoffen zu gegebener Zeit fündig zu werden. Es besteht ja auch noch die Möglichkeit eines Arztwechsels innerhalb der Klinik. Wir berichten weiter . . .

schlechte Nachrichten . . .

gibt es leider immer wiedermal im Leben. So wie auch dieses Mal. Gestern wurde uns von der Tierklinik per Telefon mitgeteilt, dass Stephan Leishmaniose-positiv ist und sein Titer auch relativ hoch ist. Jetzt wissen wir auch, warum er des öfteren eine fleckige Nase bekommt. Wir waren zuerst ganz schön niedergeschlagen, haben uns aber gesagt, jetzt erst recht. Anfang nächsten Monat werden wir nochmal ein großes Blutbild machen lassen um zu schauen, wie es um seine Organe steht. Früher oder später wird er wohl auf Dauer Medikamente nehmen müssen, die Entscheidung fällt dann nach dem nächsten Bluttest.

Sonst geht es ihm gut, heute wollte er anfangs nicht so recht laufen, seiner Meinung nach war es zu sonnig und da liegt man lieber im Garten. Doch die Leckerlies haben immer eine gute Wirkung auf ihn und so fliegen sie manchmal durch die Luft, geschmissen von meiner Hand und in der Luft gefangen durch Stephan. Am besten geht das auf unserer Hausstrecke ohne Leine, da ist er immer mit viel Spass dabei. 

Siebenundzwanzig Kilogramm . . .

wiegt Stephan und das wissen wir, weil wir in der Tierklinik Kasa waren. Dort wurde Steff zum ersten Mal gewogen. Die Ärztin war begeistert von ihm und hat ihm eine gute Gesundheit attestiert, jetzt warten wir nur noch den Bluttest ab. Dieser war nötig um Stephan auf Mittelmeerkrankheiten zu testen. Die Körpertemperatur wurde gemessen, Zähne und Ohren kontrolliert und zwischendrin gab es immer wieder Leckerlies von der Frau Doktor.

Seine Nase weist manchmal rosa Flecken auf, die an manchen Tagen fast verschwinden und danach wieder stärker werden. Das sollen wir weiter beobachten und vielleicht sieht man am Bluttest ob eine dieser Krankheiten für diese Flecken in Frage kämen. Ob eine Futterallergie dahintersteckt, wissen wir nicht, gegebenenfalls lassen wir ihn noch auf Allergien testen. Alle nötigen Impfungen wurden ebenfalls erneuert. Das Steffle nach dieser „Tortur“ sich immer noch nett und freundlich gegenüber der Ärztin zeigte, beweist wie cool er doch ist. Jetzt müssen wir noch bis Mittwoch warten um mehr über die Blutwerte zu erfahren.

Am Abend und am darauffolgenden Tag nach diesem Arztbesuch war er jedoch schlapp und müde, das muss wohl an den Impfungen gelegen haben. Mittlerweile ist er wieder top fit und fühlt sich wieder wohl.

Gerade eben hatten wir einen tollen Spaziergang ohne Leine aber in Begleitung von einer Schäferhündin gehobeneren Alters. Später trafen wir noch Oskar, ein Mischling aus der Nachbarschaft. Eine kurze, ein bisschen zu wilde Begrüßung, ein kleine Spielrunde und danach war jeder wieder bei seinem Herrchen/ Frauchen. Alles hat bestens geklappt.

Trotzdem ist da immer diese Angst, dass mal etwas passiert. Wie kann man auch so einem „Schlitzohr“ vollstes Vertrauen schenken, der zwar im full speed in weiter Entfernung auf den Pfiff reagiert, danach aber mit angelegten Ohren und breitem Grinsen geradewegs an mir vorbeirauscht um die nächsten hundert Meter hinter mir in Angriff zu nehmen. Danach dreht er wieder und kommt zu mir zurück. „Stephan . . .so geht das nicht, das ist Vertragsbruch, abgemacht war, dass du sofort zu mir kommst.“ Steff sieht das natürlich anders 😉.

Morgen früh werden wir noch einmal ein großes eingezäuntes Gelände aufsuchen um den wilden Stephan zu erleben, wenn denn das Wetter mitspielt.