Was für eine Woche . . .

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. . . und sie ist noch nicht einmal vorbei. Man könnte meinen, dass bei dem miserablen Wetter nichts aufregendes passiert, weil Steff es möglichst vermeidet, das Haus zu verlassen. Das ist schon richtig aber der Montag war noch trocken und hätte umbenannt werden müssen in „Rehtag“. So viele Rehe am Nachmittag und in Dorfnähe haben wir noch nie gesehen und das sie nicht einmal flüchten sondern uns frech beobachten ist schon mehr als kurios. Stephan fand das nicht lustig, schon gar nicht als die Rehe dann bemerkten, dass Steff nicht das „Bambi von nebenan“ ist sondern ein Jagdhund und sich bemerkbar machte. Anfangs konnte ich ihn noch gut ablenken, als dann binnen weniger Minuten die nächste Rehfamilie auftauchte, war er doch ganz schön „aus dem Häuschen“.

Am nächsten Tag machte uns dann doch das Wetter zu schaffen. Trotz Beobachtung des Wetterradars im Internet, überraschte uns ein Regenschauer samt Sturm auf dem Nachmittagsspaziergang. Steff lief immer schneller und wollte mit mir an der Leine nach Hause rennen, je stärker es regnete, desto schneller lief er, trotz Regenmantel. Ich wurde somit gezwungen auch zu rennen und so kamen wir beide nass und hechelnd (nur ich 😉) zu Hause an.

Mittwochs hatten wir mehr Glück. Am Mittag gab es mal eine trockene Phase und wir machten uns auf den Weg. Zum Glück wählten wir eine relativ kurze Runde aus, denn keine zehn Minuten später nach unserer Ankunft zu Hause, schneite und stürmte es so stark, dass draußen binnen weniger Minuten eine prächtige Schneedecke lag, nicht auszumalen, wenn wir da unterwegs gewesen wären. Das hätte Stephan mir nie verziehen 😄. Nach meinem Feierabend schien dann wieder die Sonne und der Schnee war so schnell wieder weg, wie er kam, also machten wir uns auf zu einer neuen Tour, diesmal natürlich länger.

Heute kam dann der Höhepunkt. Den regnerischen Morgen verschlief unser Liebling lieber, doch dann musste Stephan am frühen Mittag nach draußen sein „Geschäft“ erledigen. Das nutzten wir für eine Stadtrunde und beendeten diese auf dem abgesperrten und eingezäunten Parkplatz gegenüber unseres Hauses, manchmal reicht es eben nicht nur zu laufen sondern wir „blödeln“ und spielen dort immer wiedermal, auch um den Rückruf zu üben. Genau in diesem Moment kam ein junger Mann mit seinem ebenso jungen Boxer-Mischling vorbei, auf den Steff auf der anderen Seite des Zaunes sofort positiv reagierte. Er rannte hin und her mit einer Freude, so dass ich Daniel (so heißt der Mann) fragte ob er nicht Zeit hätte um uns Gesellschaft zu leisten. Ich öffnete also das Tor, Daniel ließ seinen Hund (sorry Daniel, dass ich den Namen deines super-Wuffs vergessen habe) von der Leine und die beiden lieferten sich ein Wettrennen, bei dem der Sieger schon vorher feststand 😉. Sie spielten und rannten so toll miteinander, dass wir beide fasziniert dastanden und zuschauten.

Ich hoffe nun ganz fest, dass dies nicht das letzte Mal war, denn so ein Kollege fehlt Steff definitiv, er liebt es den „Gejagten“ zu spielen. Verabredet haben wir uns schon für das nächste Mal und da Daniels Hund zumindest ein halber Boxer ist, hoffen wir auf die Benutzung des Boxer-Klub Geländes und natürlich auf besseres Wetter. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich ich bin, diese Zwei getroffen zu haben. Ein richtig netter Zweibeiner mit einem wirklich tollen Hund und Stephan danke ich von ganzem Herzen, dass er mir immer wieder hilft, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen ❤.

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ein Besuch beim Boxer-Klub

auf den vielen Spaziergängen ist uns ein eingezäuntes Gelände in unserer unmittelbaren Umgebung aufgefallen, daß dem Boxer-Klub gehört. Nach einer Anfrage per Mail hatten wir uns dort verabredet, damit Stephan wieder einmal rennen kann. Leider wollte Steff nicht so richtig, er ist ja auch keine Maschine, sondern ein Hund und da entscheidet eben die Laune ob er will oder nicht. Eine Runde drehte er und dann stand er wieder bei mir. Optimalerweise gehört zum rennen auch noch der passende Partner dazu, allein macht es eben nicht so Spaß. Eine junge Boxer-Hündin namens Sophie war zwar dort, doch die passte Stephan nicht so recht in den Kram (Kommentar von Sophies Herrchen: „Mensch, ist der arrogant!“ / Gegenkommentar meinerseits: Stephan ist nicht arrogant, er sucht sich nur genauestens seine Spielkameraden aus!“).

So speziell wie Windhunde eben sind, sind es auch die Boxer und die verstehen sich meines Wissens auch nicht besonders mit anderen Hunderassen, wobei Sophie wirklich noch eine liebe und verspielte Hündin ist, da eben erst ein Jahr alt. Es muss endlich ein Gelände her, dass wir zu jeder Zeit benutzen können und diejenigen Hunde samt Zweibeiner einladen können, die wir ab und zu auf unseren Spaziergängen treffen. Es kommt immer wieder mal vor, daß wir die richtigen Spielpartner treffen, wir uns aber in dem Moment leider am falschen Ort befinden, so daß ich ihn nicht ableinen kann.

die Zucchini-Entführung

Neulich wurde es bei uns wieder kriminell. Es ist immer wieder der gleiche Dieb, der uns hier zum Lachen bringt. Was er sich wohl dabei gedacht hat? Er wird immer wieder erwischt und gefasst, er hat doch hier keine Chance zum Entkommen.

Aber der Reihe nach: es war wieder einmal Zeit um das Fressen für Stephan vorzubereiten, wir machen das immer für Zwei Tage im voraus, damit wir es im Kühlschrank lassen können und nicht einfrieren müssen. Also öffnete ich den Kühlschrank, holte den Fenchel, eine Zucchini, Karotten, Brokkoli und eine Packung mit Pastinaken heraus und legte alles einen kurzen Moment neben mich, weil ich noch die Gurke suchte. Als ich alles auf die Küchenablage legen wollte, merkte ich das die Zucchini fehlte. Da ich meinen hochkriminellen „Sohn“ kenne, reichte ein Blick auf die Hundecouch und Tatsache: in einem Moment der Unaufmerksamkeit, als ich noch im Kühlschrank suchte, schlich er sich von hinten an und klaute mir die Zucchini, ohne das ich irgendetwas merkte. So jemanden nennt man einen Meisterdieb. Das war aber noch lange nicht alles.

Ich nahm ihm sein Diebesgut wieder ab und hätte ihm eigentlich Handschellen anlegen müssen. Beim Schneiden des Gemüses für die Küchenmaschine schlich sich die Fellnase abermals von hinten an und zack, rannte er schwanzwedelnd und mit stolzem Schritt wieder Richtung Hundebett, dieses Mal mit den eingepackten Pastinaken im Maul. „Das gibt es doch gar nicht!“ dachte ich mir und konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, so ein Schlitzohr. Das ist Stephan, wie er leibt und lebt, dafür lieben wir ihn über alles 😙.

 

Statistiken lügen nicht, zumindest meine nicht . . .

Das Windhunde nicht so gerne spazieren gehen, können wir nicht bestätigen, zumindest nicht bei Stephan. Ich habe mal grob nachgerechnet, wieviele Kilometer wir gelaufen sind, seit Steff bei uns ist (27.03.2017). Zugegeben, ich liebe Statistiken, daher hat mich das interessiert. Es waren etwas über 2000 Kilometer, ganz genau auf den Kilometer weiss ich es natürlich nicht doch ich habe den täglichen Durchschnitt zur Berechnung genommen und war aufgrund des Ergebnisses auch leicht überrascht. Allein die letzten zwei Tage waren wir fast 30 Kilometer unterwegs.Wenn wir dann wieder zu Hause sind und er optimalerweise auch gerade noch gefressen hat, sieht das dann so aus:

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Drei kaputte Paar Schuhe (Sohle durchgelaufen) bestätigen aber das Ergebnis. Ein Paar Schuhe halten demnach gerade einmal 700 Kilometer bei mir, nicht zu vergleichen mit einem Auto – oder Motorradreifen 😁.

Wir sind auch immer nur gelaufen, wenn Steffle es wollte, bei uns gibt es keinen Zwang, niemals. Bei schlechtem Wetter mussten manchmal Leckerlies zur Bestechung herhalten und wenn er dann schon mal das Haus verlassen hat, machte ihm auch das Laufen bei leichtem Regen nichts mehr aus. Bei extrem schlechtem Wetter würden auch keine Leckerlies helfen, wir nehmen Rücksicht auf ihn und warten auf den Zeitpunkt am Tag, wenn sich das Wetter bessert, wenn dem nicht so ist, darf er unter diesen Umständen auch mal sein „Geschäft“ im Garten verrichten. 

Steff ist auch kein Hund, der es akzeptiert, wenn man mal schnell eine Runde laufen will, ich meine damit so eine „Gassi-Runde“, wie ich es so oft bei anderen Hundehaltern sehe. Wenn er laufen will, dann richtig. Joggen mag er am liebsten, doch hin und wieder machen mir Adduktoren- und Knieprobleme einen „Strich durch die Rechnung“. Das kommt davon, wenn man mit abgelaufener Sohle unter den Füßen herumläuft. Nachschub an neuen Schuhen kommt bereits am Montag, zum Glück.

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Wildschnüffler

Heute morgen waren wir wieder auf dem Freilauf-Gelände, wo eigentlich solche Aktivitäten nicht gestattet sind (siehe früheren Blog-Eintrag) aber für Stephan übernehme ich die Verantwortung und wenn man sieht, wie glücklich er ist beim rennen, mache ich das doch gerne. 

Willkommen im Jahr 2018

Das neue Jahr hat angefangen und Stephan hat Silvester locker überstanden. Eigentlich hat er das Feuerwerk fast verschlafen, lediglich einmal ist er kurz aufgestanden, weil Frauchen die Haustür kurz öffnete um einen Blick auf das Feuerwerk zu werfen, danach legte er sich sofort wieder hin und schlief weiter.

Er war zu keiner Zeit ängstlich, nur am Abend ein bisschen aufgeregt. Das lag aber nicht am Feuerwerk sondern am reich gedeckten Tisch und an meinen Eltern. Normalerweise sitzen um diese Zeit keine Leute mehr am Tisch und essen die leckersten Sachen. Da bot es sich doch für ihn an, immer mal wieder aufzustehen und „nachzufragen“ ob nicht jemand etwas übrig hat für ihn.

Am nächsten Morgen haben wir bei  Sonnenschein einen langen Spaziergang gemacht und nur Leute mit ihren Vierbeinern getroffen, für die am Vorabend keine Möglichkeit bestand mit ihren Kameraden nach draussen zu gehen wegen der Böllerei. Alle anderen Leute lagen noch in ihren Betten nach der langen Nacht 😁.

🍾 Einen guten Rutsch . . . 🥂

Glück, Liebe und Gesundheit im neuen Jahr 2018 wünscht Stephan und wir allen Lesern dieses Blogs. Wir sind mal gespannt, wie Steff das Feuerwerk verkraftet. Bei geschlossenen Fenstern samt Jalousien und ein bisschen Musik hoffen wir, dass er das alles gut übersteht aber bei seiner coolen Art machen wir uns da nicht allzu große Sorgen. Zur Not habe ich immer ein Büffelohr auf Lager, für das würde er sein Vaterland verraten und auch mit jeder Katze schmusen 😁. Gut, dass war vielleicht übertrieben aber ein bisschen Spaß muss sein in dieser verrückten Zeit.