Komische Begebenheiten…

Es geschehen Dinge bei uns, die mich doch sehr verwundern oder mich auch mal schmunzeln lassen. Als wir Stephan damals adoptierten, haben wir extra den Gartenzaun erneuern lassen, damit er ausbruchssicher ist. Ich habe immer gedacht: ausbruchssicher bedeutet auch einbruchssicher aber weit gefehlt.

Das sich die Igel unter dem Zaun durchquetschen um bei uns auf Nahrungssuche zu gehen daran haben wir uns schon gewöhnt. Sie bekommen ja auch extra Wasserschälchen aufgestellt, dass sie in der Sommerzeit nicht verdursten. Doch letztens huschte im Dunkeln etwas größeres durch den Garten mit dem wir überhaupt nicht gerechnet hatten. Die liebe, sehr zutrauliche Nachbarskatze hat es irgendwie geschafft, den Zaun zu überwinden und besuchte uns jetzt schon mehrmals. Ihr Glück war es, dass Stephan jedes Mal im Haus war. Es wird aber der Tag kommen, wo dem nicht so ist. Ausserdem lassen wir abends oft zum Lüften die Haustüre offen stehen, alles weitere kann sich jetzt jeder selbst ausmalen. Zum Glück gibt es im Garten ein kleines Bäumchen und die Gartenhütte, wo sie sich hinflüchten könnte, falls ihr Ausflug doch schief gehen sollte. Warten wir’s ab was Steffle dazu sagt …

Die nächste komische Sache gibt mir doch etwas zu denken und ehrlich gesagt bin ich bis heute noch nicht dahinter gekommen, was das soll. Wir haben im Garten mehrere Schilfpflanzen, genauer gesagt chinesisches Schilf. Stephan geht zu den Pflanzen, bleibt dort ganz nah stehen und bewegt sich wie in Zeitlupe oder besser ausgedrückt: seine Bewegungen ähneln dem eines Faultiers. Die Blätter des Schilfs sind natürlich sehr scharf und man kann sich auch daran verletzen. Vielleicht ist das der Grund für sein Verhalten obwohl er bisher noch keine sichtbaren Verletzungen durch die Pflanzen davongetragen hat. Er schleicht ganz langsam und mit nach vorn gestrecktem Kopf um das Schilf. Es sieht wirklich zum Totlachen aus 😆.

Beim heutigen Spaziergang mit Podenco-Kollege Vigo hatten wir die Ehre auf ein Rudel Galgas mit Podenco-Begleitung zu treffen. Die drei Ladies kümmerten sich um Stephan und die Podencos schwirrten aus und drehten ihre eigene Runde. Schon lustig, wie sich alle so finden und sofort wissen, wer zu wem gehört 😁.

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Wer will der kann . . .

…gerne mal vorbeischauen, bei unserem wöchentlichen Windi-Treff. Hier ist eine kurze Beschreibung, wo wir uns treffen: die nicht! eingezäunte aber gut durch Büsche begrenzte gut 20000 m2 grosse und wildfreie Wiese befindet sich in Rheinfelden-Warmbach (D) hinter dem Schwimmbad (Eichbergstrasse) bzw. hinter der Tennishalle.

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Wenn man von der Autobahn A98 kommt, fährt man links Richtung Rheinfelden und kommt zuerst nach Warmbach. Diesen Ortsteil durchfährt man bis es links abgeht Richtung Stadion / Schwimmbad, durchfährt eine Unterführung bis zur nächsten großen Kreuzung, an der schon das Stadion sichtbar ist. Dort biegt man links ab, fährt am Schwimmbad vorbei (Zone 30) und fährt bis zur Tennishalle. An einer schmalen Einfahrt auf der rechten Seite kommt man direkt zur Wiese. Vorher kann man an der linken Seite parkieren. Wenn dort kein Platz ist, befinden sich am Schwimmbad genug Parkmöglichkeiten. Von dort muss man aber ca. 5-10 Minuten zu Fuss laufen.

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Wir haben uns in letzter Zeit Gedanken gemacht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir, bevor die Hunde über die Wiese rennen, wir diese (so gut wie nur möglich) auf Löcher kontrollieren, da der Platz (noch) nicht eingezäunt ist. Gegebenenfalls werden diese eben wieder mit Dreck aufgefüllt. Ausserdem werden wir eine Maulkorbpflicht einführen, da mit Mobbing immer zu rechnen ist. Wir empfehlen auch jedem immer etwas Verbandsmaterial für seine Vierbeiner mitzuführen. Geplant ist, dieses große Grundstück zu pachten oder wenn dies nicht möglich ist es zumindest offiziell einzuzäunen und nutzen zu dürfen.Wir sind an der Sache dran, es wird schwierig bei der grossen Anzahl an Eigentümern aber es ist nicht aussichtslos. Bei Interesse einfach PN über Facebook oder Nachricht über Whatsapp (+4915905091498).

Wenn einer eine Reise macht …Teil 3

Kaninchen haben wir gesucht. In den Dünen, dort wo wir sie vermuteten und wo wir ihre Hinterlassenschaften in Form von kleinen Kugeln fanden 😄, waren sie nicht zu sehen. Dafür aber in dem Areal, mit den vielen Seen und Büschen, der einem riesigen Stadtpark gleicht. Vor allem morgens liefen ganze Hasenfamilien durch den Park und waren wahrscheinlich an Menschen gewöhnt, denn sie waren nicht schreckhaft und besonders schnell Platz machen wollten sie auch nicht. Also musste ich Frauchen an die vorderste „Hasen-Front“ schicken, damit sie den Langohren klar macht, das jetzt der „König“ kommt 😉. Nein, im Ernst…sie musste sie verscheuchen, denn so langsam wurde es Stephan zu bunt, denn die Provokationen der Hasen nahmen kein Ende und er wurde immer unruhiger. Unser Bub Stephan hat aber auch diese Situationen mit uns zusammen gut gemeistert.

Dieser Urlaub hat uns noch mehr zusammengeschweißt. Das Stephan oft ohne Leine unterwegs war und wir ihm vertrauten, hat ihm offensichtlich mehr als gut getan, nein mehr noch: er hat uns das tausendfach zurückgegeben! Nun merkt man erst so richtig, wie stark die Bindung ist und wie glücklich er ausschaut, wenn er sich wieder mal von uns abgesetzt hatte und dann zu uns zurückgerannte. Er schaut sehr nach uns und hört meistens auch sehr gut auf Kommandos. Auch als er sich manchmal so weit entfernt hatte, dass man ihn fast nicht mehr sehen konnte, brauchten wir keine Angst zu haben, er kommt immer zurück!

Was mich doch sehr oft überraschte, wie Stephan nach Frauchen schaute und auf ihre Stimme reagierte, dass kannte ich so noch nicht von ihm. Leider ist mir kein Schnappschuss gelungen als er aus dem Wasser sprang mit so einem Spaß und so einer Lebensfreude, wie ich sie vorher bei ihm noch nie erlebte. Diese Abkühlungen waren so erfrischend, dass er gepusht nochmal ein paar Runden rannte, da kann man einfach nur zuschauen und staunen, so wie einige Strandspaziergänger, die so eine Windhund-Power wahrscheinlich auch noch nie zu Gesicht bekamen.

Die Rückfahrt verlief staufrei und ohne Probleme, meistens schlief Stephan aber viel länger als die acht Stunden hätte die Fahrt nicht dauern dürfen, diese Dauer ist schon grenzwertig. Für uns persönlich war es der erste richtige Urlaub mit Hund und es war mit Abstand der Schönste! 

Wenn einer eine Reise macht …Teil 2

Morgens und abends wird der Strand zum Toben und Rennen benutzt, da meist Ebbe und der Strand enorm breit ist und auch weniger Badegäste dort sind. Leider sind aber am Morgen auch wenige Hundebesitzer am Strand und wenn es sie gibt, dann sind es meist Hunde, die kein Interesse an anderen Hunden zeigen, weil sie total Spielzeug- und bevorzugt ballverliebt sind. Hin und wieder findet sich aber dann doch mal ein Hundekollege, der Spass am Jagen und Fangen hat.

Am Nachmittag wird dann auch mal ein Sonnenbad am Strand genossen, immer im Wechsel zwischen Sonne und Schatten. Das heißt aber noch lange nicht, das Stephan inaktiv wäre. Zum Köder aus dem Eimer klauen reicht die Energie allemal. Die armen kleinen Kinder, die gerade angelten, schauten mich verblüfft an, danach fing das kleine Mädchen an mit schreien und ich rannte Steff hinterher, um ihm die Köderdose wieder abzunehmen. Er sah das natürlich als Spiel und rannte stolz schwänzelnd am Strand entlang. Es gelang mir schlussendlich ihm seine Trophäe wegzunehmen aber die Leute mussten alle lachen, ist auch gar nicht so einfach mit ein paar Kilos zu viel am Bauch durch den tiefen Sand zu rennen.

Ein Galgo/Galga-Pärchen unter einem Sonnenschirm wurde heute auch entdeckt. Die zwei Angeleinten wollten Steff natürlich kennenlernen und rissen den Anker im Sand heraus, an denen ihre Leinen befestigt waren. Zurück blieben leicht panische und verdutzte Gesichter ihrer Rudelführer. Es wurde sich freundlich begrüßt und begutachtet, danach legten sich Herr und Frau Windhund gemäß den Temperaturen  wieder unter den Sonnenschirm.

Stephan hat die Angewohnheit, wildfremde Menschen zu beschnüffeln und mal freundlich „Hallo“ zu sagen, nicht allen aber Auserwählten, die ja nichts von ihrem Glück wissen, dann meist kurz erschrecken und dann lachend die Begrüßung annehmen. Ich muss ihm das abtrainieren, ist zwar schön anzuschauen, doch es gehört sich nicht. Es gibt nämlich auch Leute, die das nicht so mögen.

Bevorzugt markiert wird am Strand auf Sandburgen. Scheint wohl ein Trend zu sein in der Hundewelt. Zum Glück waren bisher die Erbauer der Burgen immer schon verschwunden, sonst könnte es peinlich werden. Fortsetzung folgt …

Wenn einer eine Reise macht…Teil 1

… dann hat er viel zu erzählen, also fangen wir mit der Hinfahrt an, die Stephan gut gemeistert hat. Die erste Hälfte der Fahrt hat er geschlafen und bei der zweiten Hälfte wäre es mir lieber gewesen, dass er neben mir als Beifahrer gesessen hätte, denn Frauchen hing wie ein angeschlagener Boxer schlafend im Sicherheitsgurt, Steff hingegen beobachtete den Verkehr. Das nächste Mal also Frauchen in den Kofferraum und Stephan angeschnallt neben mir als aufmerksamer Beifahrer 😁.
Steff hat ja vermutlich noch nie in seinem Leben den Strand samt Meer gesehen, deswegen war nach Ankunft dort für ihn erstmal Leinenpflicht, was sich im Nachhinein als richtig herausstellte, denn er war hin und weg und die vielen neuen Eindrücke hätten ihn fast „erschlagen“: Möwen (die er anfangs bis ins Meer verfolgte), fliegende Bälle, kleine Kinder, rennende Hunde und natürlich Kaninchengeruch in und an den Dünen. Das war alles ein bisschen viel. Am Abend waren wir mit ihm nochmal leinenlos (immer mit GPS-Sender am Hals) am Strand, so konnte er das Ganze dann auch genießen.

Allgemein ist das dort in Zeeland (NL) ein Windhundparadies. Unendlich lange und breite Strände ohne Hindernisse zum Rennen, viele Hundekumpels und Kumpelinen zum herumalbern und die Dünen, voll gespickt mit frischen Kaninchenhäppchen 😉. Den Geruch von ihnen hatte er schon nach Ankunft in der Nase, als wir uns nur in der Nähe der Dünen aufhielten. Seitdem weiß er, dass dort die ganzen Leckerbissen auf ihn warten. Auch wenn wir am Strand sind, scannt er öfters mal die Dünen. Das heißt es aufmerksam zu bleiben und ihn immer wieder abzulenken. Stephan liebt seine Freiheit, bleibt aber immer bei uns und wenn er sich mal entfernt (oder ich mich unbemerkt), dann kommt er mit einem breiten Grinsen hinterhergerannt. Heute morgen Punkt sieben Uhr waren wir fast die einzigsten am Strand, trotzdem fand sich ein Kollege, der mit Stephan Frühsport betrieb. Fortsetzung folgt …

 

….und wieder ein ereignisreicher Sonntag

Jetzt, bei dieser Hitze, die tagsüber herrscht, wollten wir den noch angenehmen Morgen nutzen, um nicht immer nur einen Spaziergang zu machen sondern etwas Abwechslung in das Hundeleben zu bringen. Also packten wir Stephan in das Auto und fuhren zu einem kleinen Sandstrand am Rhein,  der herrlich flach abfallend zum Baden einlädt. Das ließ sich unser neuer „spanischer Wasserhund“ nicht zweimal sagen. Als ich in das Wasser lief, kam er hinterher und sprang durch das seichte Wasser wie ein Känguru, schüttelte sich, rannte wieder zu Frauchen und danach wieder in das Wasser. Es war unbeschreiblich schön ihn so glücklich zu sehen. Er genoss es sichtlich. Später wurde er dann mutiger und wollte immer weiter hinaus in den Rhein springen, das konnte ich ihm aber nicht erlauben, da ich nicht weiß, wie er reagiert, wenn mit einem Mal der Boden unter den Pfoten verschwindet. Das probieren wir mal bei Gelegenheit in Ruhe. Danach gab es Frühstück für ihn und Sonnenbaden auf dem Bootssteg.

Der Tag endete traditionell mit unserem Hundeauslauf, auch wenn es doch noch sehr heiß war. Wir versuchten die Rasselbande im Schatten zu halten und hinterher konnten sie sich wieder einmal alle im Bach abkühlen.