Galgo + Faultier = Faulgo

Was soll man sagen: bei diesem Wetter ist Stephan am ehesten mit einem  Faultier zu vergleichen, kombiniert mit einem Galgo wäre das dann eben ein „Faulgo“ 😂 .

Am Morgen, bevor die Sonne am Himmel steht, ist er bereit die Welt zu erkunden. Sobald es aber zu warm wird, legt sich das “ Faultier“ auf die Gartencouch und wechselt immer mal wieder zwischen einem Sonnen -und einem Schattenplatz. Zu einer bestimmten Zeit nach dem Mittag gibt es aber nirgendwo im Garten Schatten, dann bevorzugt der Herr sich im Haus auf den kühlen Küchenboden zu legen und alle vier Pfoten von sich zu strecken. Wir müssen dann immer einen Bogen um ihn machen 😁. Abends, wenn die Sonne fast untergeht, kehrt seine Energie und seine Lust am Laufen wieder zurück.

Gerade eben sind wir anderthalb Stunden durch die schönen Weinberge spaziert und hatten allerlei Erlebnisse. Steff hat in einer dichten Brombeerhecke ein Reh aufgespürt. Obwohl es nicht zu sehen war, hat er angeschlagen und mir zu verstehen gegeben, dass er jetzt gern jagen möchte. Zum Glück war dort kein Durchkommen, Glück für das Reh, Hecke sei Dank! Dann waren da noch andere Tiere, die ihn wieder mal so richtig „ärgern“ wollten, oder soll ich besser sagen verarschen. Am Fluss waren wieder seine besten Freunde die Enten, die er wie immer verjagt hat, was für ein Geschrei und Geschnatter. Stephan freute sich wie immer und lief mir wieder hinterher als er sich nochmal umdrehte um die „Enten-Lage“ zu kontrollieren. Da traute er seinen Augen nicht: die Enten besaßen die Frechheit Sekunden später wieder ihren vorher verlassenen Platz einzunehmen, von dem Steff sie verjagt hatte. Den Kopf samt langem Hals nach vorne gestreckt inspizierte er kurz die Lage und rannte wieder los um seine Tat zu vollbringen, wieder Geschrei und Geschnatter, wieder ein schwanzwedelnder, sich freuender Stephan 😄. Dieses zweite Mal blieb er noch kurz stehen, um sicherzugehen, dass seine „Freunde“ nicht nochmal zurückkehren.

Für mich bedeutet das jedes Mal mit zu rennen in die selbe Richtung, denn er läuft ja an der 15m Schleppleine und er soll sich „frei“ bewegen können und nicht in die Leine laufen, wenn er seinem „Hobby“ nachgeht. Für Aussenstehende muss das ziemlich bekloppt aussehen, das ist mir aber egal, wichtig ist das Stephan sich wohl fühlt, gesichert ist und trotzdem Hund sein kann und nicht was andere von uns denken. 

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Hurra, der Frühling ist da . . .

. . . oder ist das schon der Sommer, immerhin zeigte das Thermometer heute schon fünfundzwanzig Grad an. Für uns bedeutete das ein ganzer Tag draussen an der frischen Luft. Von morgens acht Uhr dreissig bis abends neun Uhr haben wir den Tag genossen. Morgens waren wir auf den umliegenden Feldern und Wiesen unterwegs, der Mittag wurde für ein Sonnenbad genutzt (ausschliesslich Frauchen und Steff, für mich stand Gartenarbeit auf dem Programm) und am Nachmittag sind wir zur Abwechslung mit dem Auto in den Wald gefahren, um dort zu laufen.

Den Temperaturen entsprechend hat es Stephan etwas langsamer angehen lassen, was wiederum Frauchen erfreute, denn normalerweise sind wir (Steff und ich) recht sportlich unterwegs und haben einen strammen Schritt drauf. Am Abend dann machte es sich Steffle mit mir auf der Gartencouch gemütlich und ging erst ins Haus, als es draussen schon dunkel wurde.

Der Spaziergang am Morgen hatte wieder lustige Situationen auf Lager. Als erstes traf es mich, als mir eine nette Frau mit ihren zwei Hündinnen entgegenkam und eine von ihnen mich dermassen herzlich begrüßte, das sie mir mit ihrer Zunge über das ganze Gesicht samt Brille schleckte 😄, wirklich eine nette und feuchte Begrüßung. Für Stephan war es heute morgen eine Ente, die uns zum Lachen brachte. Wir haben sie schon von weitem gesehen, wie sie im Wasser saß, sie aber uns nicht. Steff schlich sich an und blieb kurz verdutzt stehen. Vermutlich konnte er selbst nicht glauben, dass die Ente reaktionslos einfach sitzenblieb. Also ging er langsam weiter in die Richtung und fing an am Rücken der Ente zu schnuppern, als sie sich in diesem Moment umdrehte, sich erschrak und schnatternd wegflog.

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Stephan erholt sich vom Waldlauf

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Zurück blieb Steff, ein weiteres Mal mit einem verdutzten Gesichtsausdruck. Ich konnte es selbst kaum glauben, was sich da gerade abspielte und musste laut lachen 😆. Einen schönen, lustigen und warmen Frühlingstag, den wir heute erlebt haben. Bitte mehr davon . . .

Ostern mit Steff . . .

. . . heißt in der Sonne liegen und Faulenzen. Er war nur heute morgen aktiv und bereit mit mir eine kleine Wanderung zu machen. Ostereier wollte er nicht suchen, dafür aber Osterhasen 😁.

Gestern haben wir einen Wald – und Wiesenlauf gemacht und dabei ist uns ein mutiges Reh begegnet. Es ist so nah an uns vorbei gerannt und leider war es eine gefühlte Ewigkeit auf der Waldwiese zu sehen, dass Stephan mal so richtig „Theater“ gemacht hat. In dem Jahr seit Steff bei uns ist, hatten wir schon so viele Rehbegegnungen aber dieses Mal war es doch sehr extrem. Deswegen immer: angeleint im Wald, Augen auf und gedanklich beim Hund sein, dann passiert auch nichts. Wir haben jetzt schon so oft von anderen Hunde“besitzern“ gehört, dass ihre Hunde den Rehen hinterhergerannt sind und erst Stunden später wieder gefunden wurden. Auf so etwas haben wir überhaupt keine Lust.

Wie aufmerksam man sein muss, habe ich erst letztens gemerkt, als ich mich schon zu Hause wähnte und ich gedanklich schon nicht mehr bei der Sache war. Stephans Kopf zog es in einen Garten, der momentan keinen Zaun besitzt. Als ich das bemerkte, war es schon zu spät. Nase an Nase saßen Steff und Nachbars Katze da und beschnupperten sich lautlos. Da habe ich aber noch mal Glück gehabt, dass es genau diese Mieze war und nicht irgendeine andere. Sie wird von ihm akzeptiert und lediglich leidenschaftlich gern beschnüffelt.

Jubiläum für Stephan

Stephan ist jetzt schon ein Jahr bei uns, wie schnell doch die Zeit vergeht. Ein Leben ohne ihn ist kaum noch vorstellbar, es wäre langweilig und trist. Er bringt soviel Wärme und Liebe in unser Leben und verzückt uns tagtäglich mit seiner ruhigen, freundlichen und unaufdringlichen Art.

Natürlich war das alles anfänglich eine große Umstellung für uns. Früher hatten wir nur Katzen und die leben größtenteils ein sehr eigenständiges Leben. Ein Hund ist da ganz anders. Er benötigt Aufmerksamkeit und möchte beschäftigt werden, wie kleine Kinder. Wir haben gelernt unser Leben Stephan anzupassen und verlangen nicht, dass er sich uns anpasst, schliesslich war es unsere Entscheidung, dass er bei uns einzieht und nicht seine. Wir versuchen unser bestmöglichstes, das er sich wohl und sicher fühlt und vor allem zufrieden ist. Man merkt sehr schnell, wenn er unruhig wird, ihm langweilig ist oder seine Energie abgebaut werden muss. Dann beendet man eben die momentane Tätigkeit und beschäftigt ihn, sei es mit Kopfarbeit besonders bei schlechtem Wetter oder mit langen Spaziergängen bei besserem Wetter. Bei besonders viel Sonnenschein und warmen Temperaturen ist Steff auch nicht zu besonders langem Laufen zu bewegen, da ist ihm ein Sonnenbad und Faulenzen auf der Gartencouch lieber.

Seit einer Woche bekommt er nun Medikamente gegen die Leishmaniose. Diese Entscheidung ist uns mehr als schwer gefallen, da wir durch die vielen verschiedenen Meinungen verschiedenster Tierärzte verunsichert wurden. Doch die Mehrheit der Meinungen und vor allem der Autorin des Buches „Leishmaniose beim Hund – Erkennen, verstehen, behandeln“ haben uns die Entscheidung schlussendlich erleichtert. Er verträgt alles wunderbar, kein Durchfall, Erbrechen oder ähnliches.

Das ist wirklich beruhigend und wir hoffen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Er bekommt jetzt eine purinarme Ernährung und wird auch immer zum Trinken animiert, indem wir ihm einen Schluck Buttermilch in seine Wasserschüssel geben, dann trinkt der Süße sie nämlich immer leer und schmatzt hinterher genüsslich. In drei Wochen wird dann nochmals der Urin und das Blut kontrolliert.

Es hat einen Grund, warum seit vielen Tagen keine Blogeinträge mehr hinzugekommen sind. Wir haben unser Auto verkauft und uns endlich ein hundetaugliches Fahrzeug zugelegt. Der Verkauf und die Suche nach etwas neuem gestaltete sich schwieriger als angenommen und zögerte sich zeitlich hinaus, was mich manchmal am Verstand der Menschheit zweifeln ließ und mich fast zur Verzweiflung brachte, denn so mancher Interessent wollte einen Gebrauchswagen ohne Gebrauchsspuren und dazu am besten noch „geschenkt“.

Auch der Kauf eines Kombis erwies sich als schwierig, schließlich muss der Kofferraum groß genug sein für Stephan und für Gepäck. Diese Woche haben wir endlich ein Auto gefunden und gleich gekauft. Am nächsten Tag zeigte ich Steff das neue Gefährt und musste ihm erstmal beibringen, wie er in den Kofferraum springt. Er verstand erst nicht, was ich von ihm wollte, also hob ich ihn vorsichtig hinein. Doch schon am nächsten Tag funktionierte alles tadellos, Kofferraumklappe auf, Stephan sprang von allein hinein und legte sich nach einigen wenigen Metern sofort hin, braver Junge! Als wir später nach unserem Waldspaziergang wieder zu Hause ankamen, öffnete ich den Kofferraum und er blinzelte mich mit seinen schönen Augen an und blieb einfach liegen. Scheint wohl doch bequem und komfortabel zu sein mit all den weichen Decken. Am liebsten mag er natürlich gerade Strecken, wie zum Beispiel auf der Autobahn, da schläft er seelenruhig ein.

Wenn alles klappt und nichts dazwischenkommt, fahren wir im Juni für zwei Wochen an die Nordsee in ein hundetaugliches Ferienhaus mit eingezäunten Garten. Da wird Stephan mit einem GPS-Sender ausgestattet und kann hoffentlich den unendlich breiten und weiten Sandstrand zum Freilauf nutzen. Wir freuen uns jetzt schon darauf und werden natürlich berichten. Wir waren vor einigen Jahren schon zweimal dort und haben gestaunt, wieviele Hunde den Traumstrand genießen und dort herumflitzen.

Stephan braucht eine Brille 😁

Neulich haben wir ganz schön gestaunt. Unser“ Sichtjäger“ braucht wohl eine Sehhilfe, denn er übersah eine Katze, die auf einer Zaunbegrenzung aus Beton saß. Er rannte dorthin, markierte den Zaun aber die total geschockte und mit gesträubtem Fell sitzende Mieze sah er einfach nicht. Ich konnte es kaum glauben und auch wenn ich in dem Moment eine Kamera dabei gehabt hätte, ich hätte sie nicht benutzen können, denn ich fühlte mich wie die Katze, leicht geschockt. Ungläubig schaute sie uns noch hinterher. Das werde ich so schnell nicht wieder vergessen.

Steff hatte vorgestern Besuch und zwar zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Rani, die Husky-Mischlingshündin samt Frauchen schaute mal wieder bei uns vorbei und Rani hatte Energie übrig und Lust zum spielen. Das ließ sich Steffle nicht zweimal sagen und schon sausten die Zwei durch unseren Garten. Steff mimte den Hasen und Rani den Jäger, wobei der Abstand von Runde zu Runde immer größer wurde. Das merkte sie natürlich und passte ihn dann hinter der Gartenhütte ab und schon ging es in die andere Richtung. Nach einigen Minuten lag Rani hechelnd auf der Wiese, da rannte Stephan immer noch 😁. Seit ich vor kurzem die letzte Hecke entfernt habe, ist im Garten mehr Platz und der Aktionsradius für Hunde ist geringfügig größer geworden.

Der Urintest wurde heute abgegeben um die Nieren nochmal gezielt zu kontrollieren, bevor mit der Medikation gegen die Leishmaniose begonnen wird. So haben wir dann die vorher – nachher-Werte und eine bessere Kontrolle. Die nächste Kontrolle würde dann nach der achtundzwanzigtägigen Milteforan-Kur stattfinden gemeinsam mit dem nächsten Bluttest.

Frühlingsfreuden

Wie bereits gemeldet worden ist, steht der Frühling vor der Tür und das wollten wir auch ausnutzen und gleich einen schönen Frühlingsspaziergang machen samt Freilauf auf „verbotenen Gelände“. Als wir jedoch unser Grundstück heute morgen verließen, schlitterte ich über die eisglatte Straße und konnte mich gerade noch auf den Füßen halten. Wenn ich zu dem Zeitpunkt geahnt hätte, daß es mich später trotzdem noch erwischt . . .

Mit dabei war heute unsere neue fünfzehn Meter lange Biothane-Schleppleine, die im Gegensatz zu unserer Nylonleine viele Vorteile besitzt. Sie saugt sich nicht voll, ist leicht zu reinigen und macht einen äußert stabilen Eindruck, wenn ich das vorher gewußt hätte, dann hätte ich nicht so lange mit dem Leinenwechsel gewartet aber man lernt ja bekanntlich nie aus. Stephan konnte sein Glück kaum fassen, als wir am Fluß entlangliefen und an diesem unzählige Enten saßen. Er macht erst immer so desinteressiert und dann kommt doch der Moment, wo er auf die Enten zusprintet und sie verscheucht. Die Enten sind aber auch nicht dumm und scheinen ihn bereits zu kennen. Sie versuchen dann schon zu flüchten, bevor er überhaupt auf die Idee kommt. Steff macht das Ganze einen Riesenspaß und seine Freude über das Prozedere ist ihm regelrecht ins Gesicht geschrieben.

Auf einem schmalen Waldweg hat es mich dann doch noch erwischt und das Glück, daß ich noch auf der eisglatten Straße hatte, schien mich da zu verlassen und so rutschte ich im Matsch aus und landete wie „ein Käfer auf dem Rücken“ im Dreck. Als wir dann wieder zu Hause ankamen, schaute mich meine Frau an, als hätte ich alles Humane verloren und wäre unter die Wildschweine gegangen, die sich ja bekanntlich gern im Dreck suhlen, ich kann sie verstehen . . . , meine Frau meine ich, nicht die Wildschweine 🙂 . Ich sah wirklich fürchterlich aus, Stephan hatte da mehr Glück, er wurde erfreut und mit lieblicher Stimme empfangen, ich bekam nur diesen eben erwähnten Blick zugeworfen und mußte mich rechtfertigen, so ungerecht kann die Welt sein 🙂

Ungerecht ist auch, dass ich immer Premium-Rindfleisch kaufe und so bald ich es für Steff im Garten verteilt habe und Richtung Haustür laufe, stolzieren schon zwei Krähen durch den Garten auf der Suche nach besagtem Fleisch.Wir füttern meistens zur selben Zeit und diese „schwarzen Ganoven“ haben eine innere Uhr, sitzen schon wartend in den Bäumen und beobachten uns. Sie sind sogar so frech, dass wenn Stephan auf der einen Seite des Gartens sucht, sie eben in die andere Ecke fliegen um sich ihre Mahlzeit zu holen. Auch durch den schwanzwedelnden Stephan lassen sie sich nicht stören, sitzen dann auf dem zwei Meter hohen Zaun und schauen, was er so übrig läßt, denn oftmals vergißt er doch mal ein Stück. Wir füttern gerne Vögel im Winter, aber Krähen? Das muß nicht wirklich sein obwohl sie unsere Dachziegel auf dem Haus von Moos befreien, ist diese Krähen-Arbeit mit teurem Rindfleisch doch etwas überbezahlt 🙂